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Keine Toleranz für Nazis!
Am 12. Juni wollen Neonazis in Rostock demonstrieren. Antifaschistische Gruppen rufen zu Protesten auf.
zuletzt aktualisiert: 13.06.2004
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Am 12. Juni steht in Rostock der nächste Neonazi-Aufmarsch an. Die Aktionsgruppe "Festungsstadt" Rostock, ein lokaler Zusammenschluss von Rechtsextremen wie Birger Lüssow und Martin Krause aus dem Umfeld des Ex-Rostockers Lars Jacobs und des Hamburgers Christian Worch, will an diesem Sonnabend gegen die einen Tag darauf stattfindenden Europa- und Kommunalwahlen demonstrieren. Statt der Demokratie mit ihren Grund- und Menschenrechten wünschen sie sich einen "nationalen Sozialismus"...
Klar, dass eine Menge Leute keine Lust auf diesen Nazi-Scheiß haben. Insofern haben mehrere antifaschiste Gruppen aus Rostock Proteste gegen die rechte Demo angekündigt. So wird etwa auf Flyern konkret zu Sitzblockaden aufgerufen, während die Antifa Rostock andererseits unter dem Motto "Den Nazi-Aufmarsch sabotieren!" mobilisiert. Angemeldet sind jedoch keinerlei Aktionen; für Antifaschist/innen gilt es an dem Tag also, selbstständig aktiv zu werden.
Die Neonazis mobilisieren zum Haus der Schifffahrt am Hermann-Duncker-Platz zu 12 Uhr.
10.06.2004
Der Sonnabend nähert sich und es ist weiterhin keine Gegenveranstaltung angemeldet und wird es wohl auch nicht mehr werden. Dafür kursieren in Rostock um so mehr Flyer, die zu Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch aufrufen. Also gilt es, sich bei seinen Anti-Nazi-Aktivitäten am 12. nicht von der Polizei erwischen zu lassen.
Die Faschos treffen sich ab 12 Uhr am Haus der Schifffahrt und werden über die Lange Straße zum Neuen Markt gehen, von dort aus Richtung Steintor, um dann über Wall- und Rungestraße auf die Kröpeliner Straße zu gelangen. Nach einem Halt am Universitäts-Platz gehen sie dann durch die Schwaansche zur August-Bebel-Straße, um über den Schröderplatz wieder zu ihrem ursprünglichen Treffpunkt zu gelangen. Ein Stadtplan mit der Demo-Route ist hinter diesem Link zu finden.
An dem Tag ist ein Ermittlungsausschuss zu erreichen, der Fest- und Ingewahrsamgenommene mit Anwälten unterstützt und auf Anrufe von Betroffenen und Zeugen angewiesen ist. Seine Nummer ist 0163 - 672 44 78. Außerdem lohnt es sich allemal, noch einen Blick in das Demo 1x1 zu werfen.
13.06.2004
Nun ist die Demo vorbei und einen Bericht gibt es hinter diesem Link.
Links
Antifa Rostock: "Den Neonazis den Mut nehmen!"
Presseerklärung der Antifa Rostock vom 03.06.2004
http://www.links-lang.de/0604/01.php
Antifa Rostock kritisiert Ignoranz gegenüber Neonazis
Presseerklärung der Antifa Rostock vom 10.06.2004
http://www.links-lang.de/0604/03.php
Antifa Rostock: Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Rostock erfolgreich
Presseerklärung der Antifa Rostock vom 13.06.2004
http://www.links-lang.de/0604/05.php
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