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Fußballrandale: Polizei kritisiert Veranstalter
24.05.2009
Anklam (OZ/il/dpa) Beim Spiel um den Bezirksfußballpokal Ost in Anklam kam es am Donnerstag zu Ausschreitungen, Körperverletzungen und Beleidigungen. Die Polizei musste eingreifen. Zwei Zuschauer landeten in Gewahrsam, einer kam ins Krankenhaus. Zu dem Endspiel zwischen dem SV Pommern Pasewalk und SV Burg Stargard (0:1, beide 9. Liga) in Anklam waren 200 Fußballfans aus Pasewalk und 100 aus Burg Stargard angereist. "Das höchste Gewaltpotenzial ging jedoch von 20 Anklamer Männern aus", berichtete gestern Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeidirektion in Anklam. "Sie kamen nur, um zu provozieren." Unter ihnen befanden sich Zugehörige der rechtsextremen Szene, die der Polizei bereits bekannt waren. "Sie waren stark alkoholisiert und streuten gezielt Hass im Stadion." Im Laufe des Spiels habe sich die Stimmung im Stadion stark erhitzt. "Darum mussten wir an diesem ohnehin einsatzstarken Tag unsere Kräfte auf 70 Mann erhöhen", sagte Falkenberg. Es mussten Polizisten aus Stralsund, Rostock und Schwerin anrücken. Normalerweise seien lediglich zehn bis 15 Mann nötig. Auch außerhalb des Stadions hätten sich die Männer unmöglich benommen, so Falkenberg. "Sie zogen urinierend durch die Straßen." Er stellte folgende Frage in den Raum: "Warum musste der Veranstalter das Spiel ausgerechnet auf den Herrentag legen?" Diese Frage konnte Bastian Dankert, Geschäftsführer des Landesfußballverbandes, gestern nicht beantworten. Er erwarte noch mehrere Stellungnahmen. "Der Vorfall ist aber eher eine Ausnahme." Während der letzten Monate seien sowohl die Spiele der Landes- als auch in der Bezirksliga recht ruhig verlaufen.
Ostseezeitung
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