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Kein Platz für rechte Gesinnung
09.05.2009
von dihi
WASCHOW - Der kleine Ort Waschow in der Gemeinde Wittendörp erweckte das öffentliche Medieninteresse, nachdem das Hagenower Kreisblatt darüber berichtet hatte, dass in der dortigen Feuerwehr einige Mitglieder mit ihrer rechten Gesinnung nicht hinter dem Berg halten.
Wir sprachen mit dem zuständigen Amtswehrführer Olaf Barkholdt über die aktuelle Situation in der Waschower Wehr.
Ist für Mitglieder mit extremen Standpunkten Platz in den Feuerwehren des Amtsbereiches?
Olaf Barkholdt: Ich stehe genauso, wie der Bürgermeister der Gemeinde Wittendörp, Jürgen Nadzeika, auf dem Standpunkt, dass für Leute mit extremer Gesinnung, speziell meinen wir in diesem konkreten Fall die rechte Gesinnung, kein Platz in unseren Feuerwehren ist.
Wie ist die Situation vor Ort in der Waschower Wehr?
Barkholdt: Wehrführung und Bürgermeister kamen mit den Kameraden in der Wehr zu einem Gespräch zusammen, bei dem tatsächlich zwei Mitglieder ihre rechte Gesinnung bestätigten. Sie bestritten aber, Mitglied der NPD zu sein. Ich habe den Mitgliedern der Wehr deutlich gemacht, wenn sie der NPD angehören, haben sie mit einem Ausschlussverfahren aus der Feuerwehr zu rechnen.
Nun können die Feuerwehrmitglieder ihre extreme Gesinnung verbreiten, auch wenn sie nicht der NPD angehören. Wie wollen Sie in so einem Fall vorgehen?
Barkholdt: Das ist wohl so, und darauf müssen wir uns einstellen. Die Gemeindewehren bereiten aus diesem Grund eine Änderung der Satzungen der Ortswehren vor. Dabei geht es darum, dass Leute mit einer extremen Gesinnung nicht Mitglied in einer Ortswehr sein können.
Gibt es ein Problem für Sie, wenn nach einem möglichen Ausschluss die Einsatzfähigkeit der Waschower Wehr nicht gewährleistet wäre, weil sich weitere Kameraden mit den Rechten sympathisieren
könnten?
Barkholdt: Wir brauchen keine Kameraden mit rechter Gesinnung in der Waschower Wehr. Wenn es so kommen sollte, denke ich, sind die Nachbarwehren der Gemeinde Wittendörp einsatzbereit genug, um diese Lücke schließen zu können.
Schweriner Volkszeitung
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