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Polizei ermittelt intensiv nach Überfall auf Jugendclub
21.04.2009
Güstrow (dpa) Vier Tage nach dem Überfall auf den Güstrower Jugendclub "Phönix" laufen die Ermittlungen gegen fünf junge Männer aus der rechten Szene auf Hochtouren. "Wir sind alle intensivst an dem Fall dran", berichtete ein Beamter heute.
Die Rostocker Staatsanwaltschaft prüfe, ob sich die Verdächtigen im Alter zwischen 17 und 21 Jahren nicht nur wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung, sondern auch wegen Landfriedensbruchs verantworten müssen.
Die vermummten Männer sollen am Donnerstagabend auf Besucher des Clubs eingeschlagen haben.
Am Samstag hatte ein Aufgebot von mehr als 200 Beamten zudem ein rechtes Konzert in Güstrow verhindert.
Zum Gesundheitszustand der sechs Opfer, die bei der Attacke auf den Club laut Polizei "teils erhebliche" Verletzungen erlitten hatten, wurden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekannt.
Der Chef der SPD-Fraktion im Schweriner Landtag, Norbert Nieszery, nannte die Gewalttat einen "feigen Anschlag". Zugleich lobte der Sozialdemokrat das rasche Einschreiten von Polizei und Staatsschutz am Wochenende als vorbildlich: "Die Aufklärung der Straftaten wurde konsequent und mit Nachdruck betrieben."
Auch der Landesjugendring (LJR) verurteilte den "hinterhältigen und gewalttätigen Überfall" auf den "Phönix"-Club scharf. Bei dem Angriff wurden auch zahlreiche Computer eines Medienkompetenz- Projekts zerstört. LJR-Vorstand Katrin Zschau kündigte an, ihr Verband werde sich weiter dafür starkmachen, "dass es Rechtsradikalen weder in Güstrow noch sonst irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern gelingen wird, die Jugendkultur einer Kommune zu bestimmen".
Ostseezeitung
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