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Kommunalwahlen: Die ersten NPD-Kandidaten stehen fest

15.04.2009

Geschrieben von: Jan Adam

Fast flächendeckend tritt die NPD zu den Kommunalwahlen am 7. Juni an. Lediglich in Greifswald, Mecklenburg-Strelitz, Demmin und auf Rügen reichte die rechtsextreme NPD keine Kandidatenlisten ein. Trotzdem steigert sie mit 70 Personen ihre Kandidaturen massiv. Die ersten Namen sind mittlerweile bekannt.

Der Lübtheener Malermeister und NPD-Landesgeschäftsführer Torgai Klingebiel führt die NPD im Landkreis Ludwigslust in den Kommunalwahlkampf. Klingebiel stehe auf allen Wahllisten auf Listenplatz 1, teilte die NPD Westmecklenburg in einer Pressemitteilung mit. Listenplatz 2 belegt der NPD-Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Köster, ihm folgen mit Michael Grewe und Andreas Theißen zwei weitere NPD-Kader. Grewe ist Mitglied im NPD-Landesvorstand und arbeitet in der NPD-Landtagsfraktion in Schwerin, Theißen ist Chef der Westmecklenburger NPD und Wahlkreismitarbeiter bei Udo Pastörs in Lübtheen.

In Schwerin treten insgesamt drei Kandidaten zur Kommunalwahl an. Die unbekannten NPD-Kandidaten Bernd Wolf, Günther Wohlert und Uwe Schubert bereiten der Stadt vor allem im Hinblick auf die diesjährige Bundesgartenschau in der Landeshauptstadt Sorgen. Den Stadtoberen graut vor NPD-Plakaten, die Touristen abschrecken könnten.

Das Ehepaar Doris und Alfred Zutt tritt - wie ENDSTATION RECHTS. erfuhr - für die NPD zur Kreistagswahl in Waren/Müritz an. Sie folgen damit ihrem Sohn Karsten Häußner nicht nur in die Region, sondern scheinen auch politisch auf seinen Pfaden zu wandeln. Häußner zog bereits 2004 in den Kreistag ein. Fiel dort aber bislang politisch nicht auf. Auch er will für die NPD wieder zur Kreistagswahl antreten. Insgesamt tritt die NPD mit 5 Kandidaten in Waren/Müritz an.

Mit Dirk Arendt tritt in Stralsund für die NPD ebenfalls kein Unbekannter zur Bürgerschaftswahl an. Ahrendt ist NPD-Kreisvorsitzender und sitzt bereits seit 2004 in der Bürgerschaft. Der zweite NPDler in der Bürgerschaft Stralsund ist Bernd Flotow. Ihm wurde vom NDR die "Auszeichnung" "Faulster Abgeordneter Deutschlands" verliehen. Wohl auch aus diesem Grund erhielt Flotow nur noch den letzten der sechs NPD-Listenplätze. Vor ihm rangieren der Eisenbahnbautechniker Klaus Bartsch, der Bürokaufmann Rolaf Gorgs, Karsten Münchow und der Bäcker Thomas Schwarz.

In Güstrow treten mit Sebastian Kloß, Nils Matischent, Marko Wietzke und Manuel Kröpelin überwiegend unbekannte NPD-Kandidaten zur Kreistagswahl an.

Bekannter ist hingegen Torsten Schmidt, der in Demmin antretende "parteilose" Kandidat. So parteilos soll Schmidt einem Bericht des Nordkurier zufolge indes nicht sein: Er habe sich demnach bereits im vergangenen Jahr bei der Bürgermeisterwahl in Neukalen zur Wahl gestellt. Schmidt sei NPD-Mitglied, heißt es in dem Bericht, hätte aber betont nicht für die Partei anzutreten.

Aus den NPD-Hochburgen Ostvorpommern und Uecker-Randow ist bislang nur bekannt, dass die NPD hier Wahllisten mit 9 beziehungsweise 11 Kandidaten eingereicht haben soll. Kürzere Listen gab es in Nordvorpommern (2 Kandidaten) und in Neubrandenburg (1 Kandidat). In Parchim beabsichtigt die NPD mit 6 Personen zur Kreistagswahl anzutreten.

endstation rechts

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