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Supermarkt feuert NPD-Boten
Zustelller verteilte NPD-Blatt zusammen mit einer Kaufland-Werbung in Godendorf
13.04.2009
Neustrelitz/Godendorf (GR). Die Supermarktkette Kaufland hat sich mit sofortiger Wirkung von einem Zusteller getrennt, der mit einer Werbezeitschrift des Unternehmens ein NPD-Blatt verteilt hatte. Rund 150 Haushalte im Raum Godendorf waren davon betroffen, wie der Nordkurier auf Anfrage erfuhr. Empörte Bürger hatten dazu eine Versammlung abgehalten und über die Strelitzer Zeitung eine Stellungnahme vom Gesellschafter verlangt.
"Kaufland distanziert sich ausdrücklich davon, mit rechtsradikalen Gruppierungen in Verbindung gebracht zu werden", heißt es in der Antwort aus der Zentrale in Neckarsulm, die postwendend einging. "Selbstverständlich ist es nicht in unserem Sinne, dass Zeitungen mit politischem Hintergrund durch die Verteilung unserer Kundenzeitschrift in Umlauf gebracht werden. Kaufland hat zu keinem Zeitpunkt die Verteilung dieser NPD-Schrift in Auftrag gegeben."
Wie weiter zu erfahren war, hatte Kaufland bereits im Februar in einem Schreiben an den Austräger die Verteilung rechtsextremen Propagandamaterials ausdrücklich untersagt. Hier liege eindeutig eigenmächtiges Handeln vor. "Die Vereinbarungen mit unseren Austrägern schließen die Verteilung rechtsextremer Publikationen vertraglich aus", wurde betont. In einem dem Nordkurier zugegangenen Leserbrief aus Godendorf ist die Rede von einem "Skandal, wie er größer nicht sein kann".
Nordkurier
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