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Sportjugend will Extremismus bekämpfen

10.03.2009

Dassow. Andreas Bockholt macht aus seiner Ansicht keinen Hehl. "Personen, die sich politischen Extremen zuordnen lassen, dürfen nicht ehrenamtlich im Sport tätig werden", sagte er während der Sitzung der Sportjugend Nord-West- Mecklenburg in Dassow. Der stellvertretende Vorsitzende der Sportjugend wies darauf hin, dass die veraltete Jugendordnung von 1994 überarbeitet und angepasst werden müsse. So tritt die Sportjugend nun nach dem neuen Entscheid nicht nur für Friedenssicherung und Völkerverständigung ein, sondern auch für die "Bekämpfung antidemokratischer Einflüsse und Bestrebungen". Allerdings müsse die Satzung auf Kreisebene überarbeitet werden, "sonst nützt unser Beschluss wenig", sagte Andreas Bockholt.

Die stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss kündigte den Versammelten Unterstützung des Landkreises Nordwestmecklenburg an. Sie sagte: "Die Sportjugend wird in diesem Jahr Zuschüsse erhalten." Das ist auch nötig, denn es sind bereits viele Projekte geplant. Der zwölfte Sparkassen-Cup im Straßenfußball und die 14. Kreisjugendsportspiele sind nur zwei Beispiele für die vielen Vorhaben Damit man in den Sportvereinen sowie bei der Sportjugend im Nordwesten von Mecklenburg auch junge Leute einsetzen kann, hat die Sportjugend mit dem Grevesmühlener Tannenberg-Gymnasium eine Jugendleiter-Ausbildung begonnen. "Mit Sportlehrer Frank Schuster haben wir einen kompetenten Partner gefunden", freut sich Thomas Effenberger, Vereinsberater der Sportjugend. 15 Mädchen und Jungs absolvierten den ersten Kursus. "Die Themen wurden auf spielerische Weise und sehr anschaulich nahe gebracht", ergänzt Effenberger. "Es war toll, mit wie viel Eifer und Ideen die Jugendlichen die Aufgaben umgesetzt und beispielsweise ein Brettspiel entwickelt haben." Zwei Jugendliche, die schon mit Kindern arbeiten, sind Anne-Christin Stößel und Florian Möller. Beide wurden am Freitag für ihr Engagement geehrt. Seit zwei Jahren turnt die 17-jährige Anne-Christin wöchentlich mit Vorschulkindern und Jungsportlern im Alter von sechs bis zwölf Jahren. "Ich übe mit den Kleinen die Grundfiguren im Boden- und Geräteturnen", erklärte die Übungsleiterin, die etwa 30 Nachwuchssportler in ihren Kursen hat. F. B.

Ostseezeitung-Grevesmühlen

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