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Einem Verschwörungsmythos künstlerisch auf der Spur

20.01.2009

Peenemünde (dpa). Das Museum in der früheren NS-Heeresversuchsanstalt Peenemünde erwartet von der geplanten Landesbeteiligung einen kräftigen Schub für die Einrichtung. Die angestrebte Rechtsform als gemeinnützige GmbH werde dem Museum stärkere Haushalts- und Planungssicherheit geben, sagte Museumschef Christian Mühldorfer-Vogt gestern in Peenemünde. Das Informationszentrum zur Entwicklung der V2-Rakete der Nationalsozialisten ist bislang Eigenbetrieb der 300-Einwohner-Gemeinde. Es hat jedoch einen 13-fach höheren Haushalt zu verantworten als die Gemeinde. Nach derzeitiger Planung soll das Land 51 Prozent der Gesellschafteranteile übernehmen.

Das Museum plant vier Sonderausstellungen, unter anderem zur angeblichen Erfindung von Raumschiffen im NS-Regime. Unter dem Titel "HAUNEBU" setzt sich der polnische Künstler Hubert Czerepok mit diesem Verschwörungsmythos auseinander und dekonstruiert ihn, indem er historische Dokumente künstlerisch verfremdet. Nach Angaben des Museums findet dieser Mythos, nach dem die Nationalsozialisten unter dem Namen "Haunebu" im heutigen Polen sogenannte Reichsflugscheiben konstruierten, zunehmend Eingang in die rechte Szene.

Zwei Ausstellungen widmen sich der Raumfahrt in der Zeit des Kalten Krieges. Die Ausstellung "Sputnikschock" wurde in Zusammenarbeit mit der Sternwarte Bochum und der Birthler-Behörde erarbeitet. Die Schau "Panoramabilder - 40 Jahre Mondlandung" rückt das Ereignis von 1969 in den Mittelpunkt. Im Oktober und November wird die Wanderausstellung "Frauen in KZ-Bordellen" gezeigt.

@!www.peenemuende.de

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