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Landrat hält Absage für verkehrt
14.01.2009
Demmin/Loitz (sth). Der Demminer Landrat Siegfried Konieczny (Die Linke) hält die Absage des für den vergangenen Sonnabend im Loitzer Schützenhaus angekündigten Aktionstages gegen rechte Gewalt für ein falsches Signal. Das erklärte Landratsamtssprecher Jörg Rau gestern auf Nordkurier-Anfrage. Der Loitzer Bürgermeister Johannes Winter (CDU) hatte nach rechten Drohungen mit Verweis auf die mögliche Sicherheitsgefährdung der jungen Leute das abendliche Konzert kurzfristig abgesagt. Daraufhin sagten die Veranstalter den gesamten Aktionstag ab und verschoben das Konzert nach Greifswald. Der Rathauschef indes erntete teils harsche Kritik aus der Szene. Ihm wurde beispielsweise vorgeworfen, damit den Neonazis zu dienen (Nordkurier berichtete).
"Der Landrat akzeptiert die Entscheidung des Loitzer Bürgermeisters in seiner Verantwortung für seine Kommune", übermittelte nun Rau. Doch Konieczny selbst, der den Montag über dienstlich in der Landeshauptstadt Schwerin unterwegs war, hätte sich in diesem Fall völlig anders entschieden. "Weil er der Meinung ist, dass sich Demokraten nicht von Gerüchten diktieren lassen dürfen, was sie tun wollen." Nach persönlicher Ansicht des Chefs der Kreisverwaltung könne es nicht angehen, dass ein kleiner Kreis von Leuten einen solchen Aktionstag torpediere. Zumal die Polizei grünes Licht gegeben und ihren Einsatzplan den Erfordernissen angepasst hatte. "Man sollte so eine Veranstaltung durchziehen", gab Pressesprecher Rau Koniecznys Stellungnahme wieder.
Nordkurier-Demmin
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