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Bürgermeister zeigt sich besorgt über rechte Signale
Neujahrsempfang. "Sorgen wir dafür, dass es in unserer Stadt keinen Nährboden für diesen Ungeist gibt." Auf dem Neujahrsempfang hat Warens Bürgermeister Günter Rhein (SPD) nicht nur die Erfolge der Stadt Waren präsentiert, sondern rückte auch einige dunkle Stunden des Luftkurortes im Jahr 2008 in den Mittelpunkt.
12.01.2009
Von Antje Gest
Waren. Die Botschaft ist eindeutig: "Sorgen wir dafür, dass es in unserer Stadt keinen Nährboden für diesen Ungeist gibt." Auf seinem Neujahrsempfang hat Warens Bürgermeister Günter Rhein (SPD) nicht nur die Erfolge der Stadt Waren präsentiert, sondern rückte mit seinem Appell einige dunkle Stunden des Luftkurortes im Jahr 2008 in den Mittelpunkt. Denn sowohl bei einer Gedenkveranstaltung am 9. November als auch zum Volkstrauertag sorgten rechte Störenfriede für Entsetzen in der Stadt.
"Nehmen wir dieses als Alarmsignal wahr", bat der Verwaltungschef und: "Zeigen wir unseren Kindern und Enkeln das wahre Gesicht dieser selbst ernannten Patrioten, hinter deren Fassade sich Fremdenhass, Intoleranz und Feindseligkeit gegenüber jedermann, der nicht in ihr patriotisches Raster passt, verbirgt."
Trotz dieser unangenehmen Ereignisse fiel die Bilanz des Bürgermeister wie schon in den Vorjahren überwiegend positiv aus. Die Stadt hat seinen Worten zufolge im Jahr 2008 über zehn Millionen Euro investiert, Waren ist durch viele Baumaßnahmen noch schöner geworden, Unternehmen des Luftkurortes investierten in Millionenhöhe, und die Zahl der Urlauber-Übernachtungen in Waren könne sich mit rund 500 000 auch sehen lassen. Darüber hinaus sorgten etwa 10 000 versicherungspflichtige Jobs in der Stadt für die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wende.
Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise lässt Rheins Blick nach vorne für 2009 durchaus hoffen. Denn in diesem Jahr will die Stadt etwa 15 Millionen Euro investieren und einige für Waren wichtige Vorhaben auf den Weg bringen. So plant die Stadt den Kauf des Bahnhofsgebäudes und des Güterbahnhofs, um den Bereich neu zu gestalten.
Mehr Druck wollen Rhein und seine Mitarbeiter auch in puncto Umgehung machen. Die Umverlegung der B 108 soll bis zum 1. April abgeschlossen sein, gleich im Anschluss beginnt die Mecklenburger Metallguss GmbH mit dem Bau ihrer großen Halle. Weitere Straßen, die 2009 schöner werden sollen: der Glockengießer Weg, der zweite Abschnitt Bahnhofstraße und die Fritz-Reuter-Straße.
Nordkurier
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