|
::Features::
::Suche::
|
|
Fremdenfeindliche Soldaten?
Drei damalige Bundeswehrsoldaten sollen im Juni in einer Gaststätte auf italienische Gäste eingeschlagen und sie verletzt haben. Sie müssen sich derzeit wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Hagenow verantworten.
16.09.2008
von Corinna Pfaff
Die vier Männer sind gestern extra aus Italien für ihre Zeugenaussage vor Gericht zurück gekommen nach Hagenow. In die Kleinstadt, die sie seit dem 12. Juni 2007 in unguter Erinnerung haben dürften.
Sie arbeiteten im vorigen Frühjahr als Monteure und Handwerker in einem Betrieb in Lübtheen. An jenem Abend wollten sie sich mit drei weiteren Landsleuten die Zeit beim Dartspiel im nahen Hagenow vertreiben. Sie kannten den Wirt des Pubs von früheren Besuchen. In der Gaststätte waren schon vier weitere Gäste - Bundeswehrsoldaten in zivil, stationiert im Hagenower Panzergrenadierbataillon, wie sich heraus stellen sollte. "Als sie mitbekamen, dass wir Italiener sind, fingen sie an zu singen und irgendetwas in unsere Richtung zu reden", erinnerte sich gestern einer der Zeugen. "Scheiß Italiener!", hätten sie gesagt. Und wohl etwas "Nationales" gesungen. Aber da ist sich der Zeuge, dessen Worte eine Dolmetscherin übersetzt, nicht sicher. "Die Nationalhymne. Lieder von den Böhsen Onkelz und Fußballlieder von den Berliner Dynamo-Fans", stellt Rechtsanwalt Ullrich Knye richtig. "Wir haben versucht, das zu ignorieren", sagte jedenfalls der Zeuge weiter.
Doch plötzlich habe sein Kollege, der gerade vor der Dartscheibe Position bezogen hatte, einen Faustschlag von hinten abbekommen. "Ich sah mich noch um. Da hat es auch schon mich selbst erwischt. An der Nase und am Ohr, berichtete der 22-Jährige. Mehrere Tage habe er mit gebrochenem Nasenbein und Verdacht auf Gehirnerschütterung im Krankenhaus gelegen, bevor er nach Hause flog. Der Wirt selbst hatte die Feldjäger alarmiert, die sich der Angeklagten annahmen.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die angetrunkenen Bundewehrsoldaten allein deshalb die Schlägerei begannen, weil es sich bei den anderen Gästen um Italiener handelte. Ein fremdenfeindliches Motiv also? Stefan K. und Sascha H. sagen bislang nichts zu den Vorwürfen. Die heute 22 und 23 Jahre alten Berliner haben inzwischen ihren Grundwehrdienst hinter sich gebracht. Marcel H., 25-jähriger Berliner, dagegen ist Zeitsoldat und möchte es auch gern bleiben. Er bestritt, geschlagen zu haben. Im Gegenteil - er sei selbst durch einen Hieb verletzt worden. Das Gericht hat bislang noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird voraussichtlich Anfang Oktober gesprochen.
Schweriner Volkszeitung
|
|
|
::Action::
Die alternative Gewerkschaft - Industrial Worker of the World
Infoveranstaltung
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock
The Baboon Show
Konzert
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock
alle Termine
alle Presseartikel
::Presse::
22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.
21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.
21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.
21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.
15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.
15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.
15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station
14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.
alle Presseartikel
|