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Breite Front gegen NPD-Aufmarsch

18.07.2008

von Jens Griesbach

Während der Landkreis Güstrow gestern strenge Auflagen für den morgen in Güstrow geplanten NPD-Aufmarsch erlassen hat, formiert sich eine breite Protestfront gegen die Rechtsextremisten. Ein Bündnis ruft Bürger auf, morgen ein Zeichen für Demokratie und gegen deren Gegner zu setzen.

Der Landkreis als Versammlungsbehörde hat der NPD aus Sicherheitsgründen eine andere Wegstrecke des Demonstrationszuges vorgeschrieben, als beantragt. Zudem darf die Kundgebung der Rechtsextremisten auf dem Markt nicht länger als eine Stunde dauern, sagt Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. "Weitere Kundgebungen sind untersagt." Auch sei das Marschieren in Blöcken und im Gleichschritt sowie das Mitführen von Fahnen außer der Bundesflagge verboten. Der Landesverband der NPD hat für morgen einen Aufmarsch durch die Stadt mit ca. 400 Teilnehmern angemeldet.

Gleichzeitig kündigte der linke Aktivist Monty Schädel ab 8.30 Uhr eine Gegendemonstration mit ca. 200 Teilnehmern an. Nach SVZ-Informationen will auch er eine Kundgebung auf dem Markt abhalten. "Diese Demonstration findet jedoch zu einem anderen Zeitpunkt und auf einem anderen Weg statt", so Petra Zühlsdorf-Böhm.

Ein breites Bündnis von Parteien, Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen um den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ruft morgen von 13 bis 18 Uhr zu einer Infoveranstaltung für Demokratie und Toleranz am Marktplatz auf. "Leider ist es nicht gelungen, den Demonstrationszug der extremen Rechten vom Marktplatz fernzuhalten, um so wichtiger erscheint es, dass von Güstrow ein klares Signal gegen Rassismus und für Toleranz ausgeht", so Jutta Reinders vom DGB Rostock/Mittleres Mecklenburg.

Das Güstrower Rathaus wird aus Protest gegen den NPD-Zug Fahnen mit der Aufschrift "Bunt statt braun" aufziehen.

Schweriner Volkszeitung-Güstrow

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