Nachhaltige Projekte sind gefragt
16.07.2008
Uecker-Randow (Ni). Dass sich die Volksparteien mit ihrem Potential im Land künftig mehr einbringen sollten, wenn es um die Arbeit mit jungen Leuten geht, das war ein Wunsch von Landrat Volker Böhning (Bürgerbündnis) an die Delegation der CDU-Landtagsfraktion während des gestrigen Besuches.
In der Gesprächsrunde beim Landrat wurde deutlich, dass es im Landkreis bisher gut gelungen sei, im Rahmen gezielter bildungspolitischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eine Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung gegenüber rechtsextremer Gewalt, Diskriminierung und Ideologien zu erreichen. Erleichtert wurde die Arbeit dadurch, dass der Landkreis in das Bundesprogramm "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" aufgenommen wurde. Waren es erst neun Projekte, die nach dem Auswahlverfahren als förderfähig galten, so sind es jetzt bereits 13. Darunter sind die integrative
Jugendarbeit mit Aussiedlern in Torgelow, die interkulturelle
Begegnungen von Jugendgruppen, die Stiftung Max Akademie in Strasburg und andere. Zusammengefasst wurden sie im Aktionsplan Uecker-Randow "Vielfalt tut gut", den gestern Robert Eisold, Leiter der externen Koordinierungsstelle, vorstellte. Ein gutes Zusammenspiel gebe es in der Umsetzung zwischen der internen Koordinierungsstelle im Landkreis und der externen Koordinierungsstelle, dessen Träger der Kreisjugendring ist. "Die Vielfalt, wie sie es hier gibt, hatte ich so nicht erwartet", sagte Armin Jäger, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag Mecklenburg-Vorpommern.
Der Vorteil im Uecker-Randow-Kreis sei, dass dort viel in Strukturen investiert worden sei, erläuterte Gerd Hamm, Fachbereichsleiter Jugend, Kultur und Bildung im Landkreis. Und trotzdem fehlen in manchen kleinen Orten Anlaufstellen für junge Leute. "Dafür müsste es für jede Kommune oder Gemeinde eine finanzielle Grundausstattung vom Land geben", sagte Hamm. Solche Modellprojekte wie "Vielfalt tut gut" seien zwar nicht schlecht, doch was wird danach, stellte sich in der Runde die Frage. Wichtig sei die Nachhaltigkeit und dass Leute gefunden werden, die für die Sache brennen und bereit sind, diese später im Ehrenamt weiter zu führen. "Mit den Einzelprojekten vor Ort zu gehen, ist eine gute Sache", sagte Matthias Lietz, Mitglied des Landtages und Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses.
Nordkurier-Pasewalk
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