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Überfall auf rechten Laden
Politiker verurteilen Tat
17.01.2008
Nach dem Überfall auf einen Laden der rechtsextremen Szene in Rostock am Dienstagabend haben Vertreter der demokratischen Parteien die Tat verurteilt. Nach Ansicht von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) darf Gewalt in einem Rechtsstaat kein Mittel der Auseinandersetzung sein. Ähnlich äußerten sich auch Vertreter der SPD und der Linken. Fünf Unbekannte hatten das Geschäft in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt überfallen und verwüstet. Der 46 Jahre alte Geschäftsführer wurde bei dem Überfall am Kopf verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Eine ebenfalls anwesende 19-Jährige blieb unverletzt.
Nach Polizeiangaben waren die fünf maskierten Täter gegen 19.30 Uhr in den Laden gestürmt und hatten sofort begonnen, mit Schlagwerkzeugen auf den 46-Jährigen einzuprügeln. Zudem rissen die Unbekannten die Waren aus den Regalen und versprühten Farbe und eine chemische Substanz, vermutlich Buttersäure. Beim Eintreffen der Polizei waren die Täter verschwunden.
"Bärendienst" für den Kampf gegen Rechts
Caffier zufolge gibt es "vielfältige demokratisch legitimierte Mittel, dem Rechtsextremismus die Stirn zu bieten". Die mutmaßlichen Angreifer hätten allen, die sich rechten Umtrieben entgegenstellten, "einen Bärendienst erwiesen", sagte der Minister. Nach Angaben des Vorsitzenden des Innenausschusses im Landtag, Norbert Nieszery (SPD), beschädigt die Tat den engagierten und gewaltfreien Kampf gegen Rechts. In der Auseinandersetzung seien vielmehr Intelligenz, Beharrlichkeit und Argumente gefragt, sagte er. Ähnlich äußerte sich auch der innenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag, Peter Ritter. Allein mit Argumenten verschwinde neonazistisches Gedankengut aus den Parlamenten und den Köpfen der Menschen, sagte Ritter. Der CDU-Rechtspolitiker Henning von Storch forderte ein hartes Durchgreifen von Polizei und Justiz gegen Straftäter jeglicher politischer Couleur. Gewalttaten seien im Rechtsstaat nicht zu tolerieren.
NDR
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