links-lang fetzt!

::Features::

Link: Link: NSU Watch Link: What we can do Link: Wochenzeitung Jungle World

::Suche::

Internet
links-lang.de

by Google

Stadtjugendpflege gegen rechts

Schönbergs Stadtjugendpflegerin fördert das "Lokale Bündnis" für Familien und Toleranz. OZ sprach mit Jana Zillmann über neue Vorhaben.

10.01.2008

OSTSEE-ZEITUNG: Welche Schwerpunkte in der Jugendarbeit haben Sie für dieses Jahr gesetzt?

Jana Zillmann: In diesem Jahr sehen wir von der Stadtjugendpflege das Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus als unseren Hauptschwerpunkt. Für das Bundesprogramm haben sich viele Vereine in Schönberg vernetzt, um Aktionen zu planen. Dabei bin ich in einer zentralen Rolle bei der Antragsabwicklung, bei Abrechnungsfragen und bei der Planung von Koordinationstreffen und natürlich werde ich auch bei der Durchführung der Veranstaltungen dabei sein.

OZ: Planen Sie eine öffentliche Veranstaltung des "Lokalen Bündnisses", das für mehr Toleranz eintritt und Familien stärken will?

Zillmann: Es geht zunächst darum, verschiedene Dinge unter einen Hut zu bekommen. Wir haben da als Projekte unter anderem die Theater-AG mit Michael Tauchert, wir haben vom Verein "Audiokultur Mecklenburg" die Ausstellung gegen Rechtsextremismus, wir haben von den Pfadfindern eine internationale Rallye. Da werde ich als Stadtjugendpflegerin überall helfen. Wir werden am nächsten Montag ein Treffen im großen Rahmen haben, bei dem wir genau festlegen wollen, was wir wann machen. OZ: Was planen Sie außerdem für 2008? Zillmann: Wir werden wieder viele Ferienprogramme haben. Es ist ja immer ein Schwerpunkt meiner Arbeit, gute Ferienprogramme zu erstellen, die möglichst vielfältig sind und in Zusammenarbeit mit vielen Institutionen der Stadt Schönberg entstehen. Außerdem haben wir in der Stadtjugendpflege bestimmte feste Punkte, die wiederkehren wie zum Beispiel das Soccerturnier, das wir künftig jeden Herbst oder Winter durchführen wollen, und den Sparkassencup, dessen Vorrunden im Frühjahr stattfinden werden. Wichtig ist auch der Kindertag, der in diesem Jahr etwas mit dem Programm gegen rechts und für Familien zusammenfällt. Am überlegen bin ich, ob ich wieder ein EU-Projekt mache mit Schweden. In 2007 gab es ja die neuntägige Reise nach Färgelanda mit 20 Jugendlichen aus Schönberg und Umgebung im Rahmen des EU-Projekts "Finde deinen eigenen Rhythmus". Die Jugendlichen waren begeistert und fragen mich ständig, ob ich nicht wieder eine Fahrt organisieren könnte. Die Aktion wäre wieder sehr aufwendig. Ich überlege, ob ich sie noch in meine Planung für 2008 aufnehme. Dazu gehört, die richtigen Partner zu finden, den richtigen Zeitpunkt - und natürlich die Gelder. Mal sehen, ob wirklich ein Schuh draus wird.

OZ: Wie unterstützen einheimische Vereine und Verbände Sie?

Zillmann: Mit der Unterstützung bin ich sehr zufrieden. Zu den Ferienprogrammen gibt es neue Ideen, aber auch Bewährtes. Wichtig sind auch immer gemeinsame Feste wie der zum Kindertag und das Stadtfest. Das läuft wirklich ganz, ganz prima.

OZ: Ein Problem, das Sie vor einem Jahr angesprochen hatten, war die Tatsache, dass Sie im Jugendklub nicht nur als Sozialarbeiterin tätig waren, sondern die öffentliche Einrichtung selbst reinigen mussten.

Zillmann. Die Stadt hat Maik Laskowski, der ja für die Stadtjugendpflege gearbeitet hat, nun fest als Reinigungskraft angestellt - zwar nur geringfügig bezahlt für einige Stunden, aber es ist genau die Regelmäßigkeit gegeben, die wir für Ordnung und Sauberheit brauchen. Es ist für alle eine gute Lösung - auch weil er weiterhin in den Jugendklub integriert ist. Er hat viele Erfahrungen gesammelt und wir haben gut zusammengearbeitet. Sagen muss man auch: Die Räume des derzeitigen Jugendklubs sind nicht das Optimale für Schönberg, was Größe und Aufteilung angeht. Nach wie vor gibt es den Wunsch nach anderen Räumen, in denen man den Klub etablieren kann.

Interview: JÜRGEN LENZ

ZUR PERSON

Jana Zillmann wuchs in den 70er-Jahren in Bad Schwartau auf. Nach ihrer Schulzeit studierte sie Sozialpädagogik in Lüneburg und arbeitete ehrenamtlich in einer Beratungsstelle für selbstmordgefährdete Kinder und Jugendliche. Später wurde sie Vorsitzende des Lübecker "Zentrums für Suizidprävention". Ihre Diplomarbeit schrieb sie über Suizidforen im Internet. Nachdem sie kurzzeitig Vertretungslehrerin an der Grund- und Hauptschule in Lübeck-Moisling war, begann Jana Zillmann im Januar 2004 ihre Arbeit als Stadtjugendpflegerin in Schönberg. Sie wohnt im Ortsteil Kleinfeld. Die 36-Jährige engagiert sich in ihrer Freizeit im Vorstand des deutsch-schwedischen Vereins "Schönberg-Färgelanda Vänner/Freunde". J. L.

Ostseezeitung-Grevesmühlen

::Action::

Einblick Russland: Soziale Bewegungen und Repression
Infoveranstaltung
23.09., Ikuwo Greifswald

Queerfeministisches Landleben: Die Quecke stellt sich vor
Infoveranstaltung
25.09., Peter-Weiss-Haus Rostock

alle Termine
alle Presseartikel

::Presse::

23.09.2014 [NNN]
Gymnasium zeigt Biografien des Widerstands / Ausstellung des Studienkreis Deutscher Widerstand

23.09.2014 [OZ]
Bekommt auch Grimmen Stolpersteine? / Stadtvertreter wollen sich auf ihrer nächsten Sitzung mit diese Form jüdischen Gedenkens befassen.

23.09.2014 [NK]
AfD unterstützt die Nazis im Kreistag / Die AfD sorgte im Kreistag für ein Novum: Sie unterstützte nahezu durchgehend Anträge der NPD. Außerdem entschied sich der Kreistag gegen mehr Transparenz.

23.09.2014 [NK]
Sichtbar getragene Hakenkreuz-Tattoos sind strafbar / Stellungnahme der Polizei nach Bedrohung in Woldegk

22.09.2014 [OZ]
"Ein Baustein meines Lebens" / Im Rahmen der Aktionstage gegen Rechts liest Jennifer Teege aus ihrem Buch "Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen".

22.09.2014 [OZ]
Interkultureller Garten gibt Einblick / Im Rahmen der Fairen Woche öffnete der Südstadtgarten seine Pforten.

20.09.2014 [SVZ]
Hakenkreuz-Träger müssen Tattoos ständig verbergen / Wer Hakenkreuze oder andere verbotene Kennzeichen als Tattoo trägt, muss dafür sorgen, dass diese nie öffentlich zu sehen sind.

19.09.2014 [NK]
Raus aus dem Krieg, rein in den Block / Sie fliehen vor Krieg, Hunger und Krankheiten. Bis zu 80 Flüchtlinge kommen derzeit jeden Monat in den Land- kreis Rostock. Um die Unterbringung der Hilfsbe- dürftigen abzusichern, bringen die Behörden so manches alte Gemäuer in Erinnerung.

alle Presseartikel