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Wismarer Netzwerk gründet Verein
12.12.2007
Wismar Großer Akt beim letzten Treffen des Netzwerkes für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz in Wismar und Nordwestmecklenburg in diesem Jahr. In einer fast vierstündigen Mammutsitzung wurde aus dem Netzwerk ein Verein, wenn es auch im Vorfeld heiße Debatten um das Für und Wider einer Vereinsgründung gab. Einige Aktive aus dem Netzwerk befürchteten, dass der Vereinsstatus ein Hindernis im sonst losen Zusammenschluss sein könnte. Allerdings sei der Vereinsstatus wichtige Voraussetzung, um Gelder einzuwerben. Bisher wurden beispielsweise einige tausend Kopien für den offenen Brief und die Unterschriftenlisten auf Kosten einiger Mitgliedsinstitutionen und Parteien gemacht. Nach intensiver Beratung über Satzungsfragen gründeten 25 Privatpersonen aber auch Parteien, Vereine und andere juristische Personen den Verein "Netzwerk für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz für Wismar und Nordwestmecklenburg (e.V.)". Ziel laut Satzung ist es, Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz besonders in der Hansestadt Wismar und in der Region Nordwestmecklenburg, zu stärken. Gemeinsam will man Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt leisten und das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz für das Gelingen menschlichen Zusammenlebens sind und dass diese Werte das Engagement möglichst vieler Menschen braucht. Fast so zeitaufwändig wie das Durchgehen und Bearbeiten der Vereinssatzung war es, den Vorstand des frisch gegründeten Vereins zu besetzen. Für das Amt des Vorsitzenden stellte sich lediglich Horst Krumpen zur Verfügung. Er wurde mit vier Gegenstimmen bei 22 Wahlberechtigten gewählt. Als Stellvertreterin bekamen Katrin Frenkel, als Schatzmeisterin Petra Steffan die erforderlichen Stimmen.. Als Beisitzer im Verein sind Duncan Ó Ceallaigh und Christel Ruge berufen worden, als Rechnungsprüfer Jörg Möller und Steffen Kunitz. "Wir hoffen, dass wir Fördermittel bekommen", so Horst Krumpens Ausblick als frisch gewählter Vereinschef. Weiter: "Der Blick in die Zeitung zeigt ja, dass das Thema aktuell ist, wenn rechte Parolen in oder vor der Mensa gegrölt werden." Man will als Verein ernst genommen werden mit der Thematik. Katrin Frenkel: "Wir wollen im kommenden Jahr den Menschen das Thema Demokratie näher bringen, zum Beispiel Beteiligungsmöglichkeiten schaffen und zeigen. Als Ergebnis der Unterschriftensammlung haben wir gemerkt, wie politikverdrossen viele in Wismar sind." Neben dieser präventiven Arbeit sollen natürlich auch weiterhin Aktionen gegen rechts stattfinden. Katrin Frenkel: "Die Menschen sollen sich für das Thema interessieren - jeder kann etwas bewegen!" Infos zum Netzwerk gibt es auch unter http://www.netzwerk-hwi-nwm.de. N. HOLLATZ
Ostseezeitung-Wismar
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