links-lang fetzt!

::Features::

Link: Gegen den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg Link: Antirassistische Kampagne Stop it! Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen Link: Antifaschistisches Infoblatt

::Suche::

Internet
links-lang.de

by Google

Lieder und Worte für den Frieden

19.11.2007

Von Georg Wagner

Demmin. Das Arrangement auf dem Friedhof in der Jarmener Straße von Demmin hat geradezu symbolischen Wert. Seite an Seite liegen dort am Kriegsgrab seit gestern Kränze der Jüdischen Gemeinden von Mecklenburg-Vorpommern und der Russischen Föderation; stille Zeichen der Hinterbliebenen des Holocaust und jenes Landes, das von den Gräueltaten des nationalsozialistischen Deutschland im zweiten Weltkrieg wohl am schlimmsten heimgesucht wurde. Zwei Gebinde, die für das Leid von Millionen Toten, Verwundeten, Hinterbliebenen stehen, aber auch für die Hoffnung auf Aussöhnung und eine friedliche Zukunft.

So will es auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Unter seinem Motto "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" hat er am Vorabend des gestrigen Volkstrauertages zum vierten Mal eine zentrale Gedenkfeier für Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet. Erstmals fand sie in Demmin statt, das im Maßstab der Kleinstadt gleichfalls besonders hart von dem von Deutschland entfesselten zweiten Weltkrieg betroffen war.

Fast 2000 Menschenleben habe der Krieg hier gefordert, so Bürgermeister Ernst Wellmer. Allein in der Stadt Demmin gebe es sechs Kriegsgräberstätten mit 1954 Toten in Einzel- und Sammelgrabanlagen. "Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind in unserem Land ernst zu nehmende Probleme", mahnte Wellmer. "Auch aus diesem Grund sind Gedenkveranstaltungen wie die heutige von großer Bedeutung. Kriegsgräberstätten sind Mahnstätten für den Frieden. Wir müssen alles tun, dass sich geschehenes Unrecht nicht wiederholt."

Doch nicht nur den Toten des Krieges galten die Nachrufworte des Volksbund-Kreisvorsitzenden Michael Koch in der katholischen Kirche, sondern allen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft: den gefallenen Soldaten aller Völker, den aus Rassenwahn Getöteten, den Opfern der Euthanasie-Programme, den ermordeten Widerstandskämpfern und den um ihre Überzeugung in den Tod gegangenen, aber auch den Opfern von Terror und politischer Verfolgung in unseren Tagen.

Insbesondere mahnten Politiker wie Landtagsvizepräsidentin Renate Holznagel und Innenminister Lorenz Caffier als Landesvorsitzender des Volksbundes, eine Wiederholung des Nationalsozialismus nicht zuzulassen und wandten sich gegen jede Verharmlosung der Geschichte. Wer die Ursachen der Kriege in der Vergangenheit und Gegenwart nicht wahrnehme, der laufe Gefahr, den Frieden zu verspielen, so Lorenz Caffier. Das Gedenken gelte allen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. "Der Volkstrauertag bleibt ein Tag der Mahnung und Trauer", sagte er. "Er ist kein Heldengedenktag."

An der Feier in der katholischen Kirche nahmen außer Politikern auch zahlreiche andere Menschen und Vertreter des öffentlichen Lebens teil. Darunter waren unter anderem der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern William Wolff, Mitglieder des diplomatischen Corps, Soldaten der Bundeswehr, der evangelische Superintendent Bernd-Ulrich Gienke und der katholische Kaplan Johannes Hilfer sowie Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Musikalisch umrahmt wurde die knapp zweistündige Veranstaltung vom Jugendchor des Musikgymnasiums. Unter Leitung von Anke Höing brachte er getragene Lieder dar wie "In stiller Nacht" von Johannes Brahms, "Lux Aurum" von Eric Whitacre und das "Salve Regina" von Gunnar Eriksson.

Nordkurier-Demmin

::Action::

Die alternative Gewerkschaft - Industrial Worker of the World
Infoveranstaltung
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

The Baboon Show
Konzert
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

alle Termine
alle Presseartikel

::Presse::

22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.

21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.

21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.

21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.

15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.

alle Presseartikel