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Kein Hausverbot für NPD-Funktionäre
06.11.2007
Neubrandenburg (rol). Mecklenburg-Vorpommerns Hoteliers wollen Funktionäre von rechtsextremen Parteien wie etwa der NPD nicht zu unerwünschten Personen im Gastgewerbe erklären. Der Landessprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Uwe Barsewitz reagierte mit Zurückhaltung auf einen entsprechenden Vorstoß seiner märkischen Kollegen. "Wir werden keine Kampagne wie in Brandenburg fahren", sagte Barsewitz auf Nordkurier-Anfrage. Aus juristischer Sicht halte er es für bedenklich, Hoteliers eine derartige Empfehlung zu machen. "Wir wissen weder, wie rechtsextreme Funktionäre zu erkennen sind, noch können wir Hausverbote erteilen", sagte Barsewitz.
Zuvor hatte der brandenburgische Landesverband erklärt, er wolle NDP-Funktionären den Zutritt verweigern. Die Hotelbetreiber folgen damit einem Beispiel aus Dresden. Dort hatte kürzlich ein Hotelier NDP-Funktionäre zu unerwünschten Personen erklärt und deren Buchungen storniert.
Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband unterstützt Hoteliers, die sich gegen Rechtsextremisten wehren: "Unsere Berufung ist die Gastfreundschaft", sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Dieses Motto vertrage sich nicht mit ausländerfeindlichen Parolen bestimmter Gruppierungen.
Uwe Barsewitz gab diesbezüglich jedoch zu bedenken, dass sich die DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern als Verein zu parteipolitischer Neutralität verpflichtet hat. "Wenn wir Mitglieder der NPD rausschmeißen, können diese sich vor Gericht wieder reinklagen, und das wäre ein fatales Signal."
Nordkurier
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