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Protest gegen Atomtransport
25.10.2007
Lubmin. Gegen den geplanten Atommülltransport nächsten Dienstag aus Rheinsberg ins Zwischenlager Nord Lubmin formiert sich Widerstand in der Region. Diverse Gruppen und Bürgerinitiativen, darunter Robin Wood und die Anti Atom Initiative Greifswald (AAI), die seit 2006 aktiv ist, rufen zu Protesten auf. "Es scheint mehr als fraglich, ob jemals garantiert werden kann, dass radioaktive Abfälle für Jahrtausende sicher gelagert werden können - bis jetzt kann dies nicht einmal für 50 Jahre geschehen", schätzte Ronny Gebser, Sprecher der AAI ein.
Die AAI befürchtet, dass Lubmin im Zuge der "üblichen Heimlichtuerei" auf dem Nuklearsektor Ziel vieler weiterer Atommülltransporte wird. "Wird einfach davon ausgegangen, dass das Risikobewusstsein der hiesigen Bevölkerung noch nicht so groß ist und mit weniger Widerspruch gerechnet, als beispielsweise in Gorleben", fragt Gebser. Er weist darauf hin, dass auch 2009 hochradioaktive Fracht aus Karlsruhe nach Lubmin rollen soll: " Wenn jetzt nicht gehandelt wird, steht zu befürchten, dass der Anblick von Atommülltransporten in Vorpommern häufiger wird." Am Sonnabend um 11Uhr wird es eine Demonstration auf dem Greifswalder Fischmarkt geben, die "auf die ungeklärte Entsorgungsfrage der Kernenergie aufmerksam machen soll", so Gebser. Darüber hinaus soll eine Mahnwache an der Strecke in Kemnitz zum Zeitpunkt des Transportes von Dienstag bis Mittwoch abgehalten werden. Dort wird ein Infopunkt eingerichtet.A. LOEW
Ostseezeitung-Grimmen
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