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Einige Hundert demonstrieren gegen Nazi-Laden in Rostock
Einige hundert Menschen haben am Samstag Nachmittag in Rostock erneut gegen Rechtsextremismus und einen rechten Szene-Laden in der Stadt protestiert.
23.09.2007
An der Demonstration unter dem Motto "Stadt der Kulturen" nahmen nach Polizeiangaben etwa 800 Personen teil, die Veranstalter sprachen von rund 1500 Teilnehmern. Mit dabei auch Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Schon bei früheren Protestmärschen gegen das rechte Bekleidungsgeschäft hatten Teilnehmer ein deutliches Bekenntnis der Stadtverwaltung gegen das Geschäft verlangt. Doch dort hielt man sich lange zurück.
Erwartungsgemäß hatte es Methling daher nicht leicht, als er bei seiner Rede in den ersten fünf Minuten fast keinen Applaus von den Teilnehmern erhielt. Dann wurde in seiner Rede aber deutlich, dass er mittlerweile das Problem sehr ernst nimmt und sich massiv gegen Rechtsextremismus einsetzen will. Mit der Zusage, das Bündnis "Schöner leben ohne Naziläden" mit allen Möglichkeiten der Stadt zu unterstützen, brach das Eis und die rund 800 Teilnehmer zollten ihm lautstarken Applaus. Viel Lob bekam er auch dafür, dass er sich an die Spitze des Protestmarsches setzte. Der Zug, der mit einer Kundgebung am Matrosen-Denkmal am Stadthafen endete, verlief laut Polizei bis zum frühen Abend friedlich.
Zu dem Protestmarsch aufgerufen hatte das Rostocker Bündnis "Schöner leben ohne Nazi-Läden". Die Demonstranten forderten die Schließung eines Bekleidungsladens der rechten Szene in der Doberaner Straße. Das Geschäft liegt in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, einem Viertel, das vornehmlich von Studenten und Anhängern der linken Szene bewohnt wird. Hier war es in der Vergangenheit wiederholt zu Auseinandersetzungen gekommen.
Die Polizei hatte ein verstärktes Aufgebot im Einsatz. Nach Angaben eines Sprechers waren insgesamt 350 Beamte auf den Straßen präsent, da zeitgleich das Fußball-Bundesligaspiel FC Hansa Rostock gegen den MSV Duisburg stattfand und für den Abend eine Skater Night angesagt war.
MVregio Rostock red/hro
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