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"Keine Übergriffe auf Demo"
30.08.2007
Von Marion Richardt
Waren. Der Marsch gegen Rechts von Teilnehmern eines Antifa-Camps, der am Sonnabend durch Warens Innenstadt zog, ist offenbar noch nicht zu den Akten gelegt. So hat Warens Polizei-Chef Edo Kuhlmann Vorwürfe von Seiten der Demonstranten über "unangemessenes Verhalten von Seiten der Behörden" auf Nachfrage des Nordkurier rigoros von sich gewiesen.
Die Anschuldigungen waren in einer Pressemitteilung des Jugendcamps verbreitet worden. Mehrfach seien Demonstrationsteilnehmer tätlich angegriffen, bedroht und beleidigt worden, hieß es darin unter anderem. Zitiert - allerdings anonym - wird zudem ein Augenzeuge, der sich "mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die willkürlichen Polizeimaßnahmen wehren will".
"Es gab keinerlei Übergriffe durch die Polizei auf Teilnehmer der Demonstration", entgegnete Kuhlmann diesen Schilderungen. Obwohl die Kundgebung vor "Zutt's Patriotentreff" bereits aufgelöst gewesen sei, habe er zur Vermeidung von Übergriffen einen Platzverweis gegen die Demonstranten aussprechen müssen. Und erst nachdem der dreimal wiederholt worden sei - auch mit Androhung von Zwangsmitteln - hätten sich die Teilnehmer Richtung Bahnhof entfernt. Dabei seien die Polizeikkräfte "ständig als Bullen oder Dorfpolizisten beleidigt worden". Zudem hätten alle Beamten die laut werdende Parole "Deutsche Polizisten schützen Faschisten" als sehr ehrverletzend empfunden.
Wie berichtet, war der Marsch von rund 20 Beamten aus dem Kreis und der Umgebung begleitet worden. Nach Kuhlmanns Angaben mussten die Polizisten von Ausschreitungen ausgehen, da die Demonstrationsteilnehmer überwiegend schwarz gekleidet waren, Kapuzen, Basecaps und große Sonnenbrillen trugen oder sich hinter ihren Transparenten versteckten.
Nordkurier-Waren
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