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"Opfer wenig beachtet"
29.08.2007
In der Debatte über den Rechtsextremismus hat der Hamburger Politologe Markus Birzer Politikern vorgeworfen, den Opfern zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken. "Nicht die Opfer stehen im Mittelpunkt der Warnungen, sondern die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes. Und das ist in meinen Augen Zynismus und Gleichgültigkeit gegenüber den Leidtragenden", sagte er. Rechtsextremismus werde oft als negativer Standortfaktor und Imageproblem betrachtet, kritisierte Birzer, der bis vor kurzem Direktor der Akademie für Politik, Wirtschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern war.
Kritisch äußerte sich Birzer im Zusammenhang mit Vorfällen wie im mecklenburgischen Bützow und im sächsischen Mügeln zu Aussagen, dass dort rechtsextreme Strukturen "nicht erkennbar" seien. Politiker vertrauten viel zu oft den Analysen des Verfassungsschutzes. Diese Behörden reagierten im Wesentlichen erst auf Vorfälle und Auffälligkeiten und beobachteten erst dann eine bestimmte Szene. "Geben sich die Strukturen also unauffällig, werden sie nicht erkannt." ddp
Nordkurier
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