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Brauner Eiferer als "Stargast"

22.08.2007

Von Andreas Zecher

Schwerin. Das antifaschistische Internet-Portal "Endstation Rechts" hat erneut verfassungs- und völkerrechtlich fragwürdige NPD-Aktivitäten an den Pranger gestellt. Die Informationsplattform zu Machenschaften der "Nazis von der NPD-Landtagsfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern" veröffentlicht seit heute eine Rede von Fraktionschef Udo Pastörs, die er am vergangenen Wochenende im oberfränkischen Gräfenberg gehalten hat. Pastörs erhebt darin deutsche Gebietsansprüche gegenüber Polen und erläutert sein politisches Sendungsbewusstsein.

Anlass für das Auftreten von Pastörs waren offenbar NPD-Manifestationen rund um den Begräbnisort von Hitler-Stellvetreter Rudolf Hess in Wunsiedel. Die bayrischen Rechtsextremen hatten den Neonazi aus dem Nordosten als "Stargast" eingeladen. Pastörs zog denn auch entsprechend vom braunen Leder. Den politischen Gegnern der NPD in seiner Heimat empfahl er den "Selbstmord gegen Rechts". Er sprach von "Mecklenburg-Pommern" und nahm das Wortgebilde zum Anlass, sein geschichtsrevisionistisches Rechtsverständnis zur Oder-Neiße-Grenze darzustellen. "Die deutschen Ostgebiete sind nach wie vor völkerrechtlich einwandfrei und lupenrein deutsche Gebiete und stehen unter polnischer Besatzung", sagte der NPD-Politiker. Und auch wenn "derweil noch die Möglichkeit fehlt, von unserem Eigentum auch Besitz zu ergreifen", so bedeute dies nicht, dass er und seine Partei auf die Ostgebiete verzichten, hieß es.

In seiner Rede sehnte Pastörs den Untergang der Bundesrepublik als rechtsstaatliches Gebilde herbei. Das zu erreichen, verspüre er einen göttlichen Auftrag in sich, hieß es, den er in der nationaldemokratischen Bewegung leisten wolle. "Fest zu glauben an Deutschland, fest zu glauben an eine Zukunft und fest zu glauben an einen göttlichen Auftrag, der so natürlich daherkommt, dass dieses Regime ihn am liebsten auch noch verbieten würde", eiferte Pastörs im Redestil des von ihm verehrten Adolf Hitler.

Nordkurier

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