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3000 Helfer um reibungslosen Ablauf bemüht

28.06.2007

Von Elke Enders

Lärz. Radlader surren übers Gelände. An jedem Hangar, jeder Weggabelung hantieren junge Leute, graben Löcher, verteilen Sand, bugsieren Rohre, Platten, Stämme an ihren Bestimmungsort. Überall wimmelt es vor Helfern. Denn die Zeit drängt. Bis zum heutigen Donnerstag muss das Gelände des Kulturkosmosvereins auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz bereit sein, um 25 000 bis 30 000 Partygäste aufnehmen zu können. Aus dem In- und Ausland strömen sie auf das knapp 100 Hektar umfassende Areal, das sich in 20 Hektar Festivalfläche und mehr als 70 Hektar Campingplatz unterteilt. Sie alle wollen die 11. Fusion miterleben, "vier Tage lang feiern und einfach eine schöne Zeit verbringen", wie beispielsweise die drei "Bachstelzen" aus Berlin.

Im richtigen Leben sind die jungen Leute im Bereich Ausstattung und Bühnenbau beschäftigt - berufliche Fähigkeiten, die ihnen bei der Vorbereitung der Fusion zugute kommen. Die "Bachstelzen" kümmern sich um die Gestaltung eines etwas ruhigeren "Floors" (Bereichs). In gemütlicher Atmosphäre, etwas versteckt unter Bäumen und Strauchwerk, ragt eine selbst gebaute hölzerne Fusion-Rakete - das Wahrzeichen des Festivals - in den Himmel. Auf halber Höhe befindet sich eine Plattform zum Sitzen. Ringsum entstehen Saft- und Kaffeebars, sollen Live-Acts zu sehen sein. Alle Bars sind von Hand zurecht gezimmert. Spraydosen, Folien und Tücher liegen für Dekorationszwecke bereit. Immer wieder halten die Helfer inne, beratschlagen, wie welche Ecke gestaltet werden soll. "Wir haben ein Konzept eingereicht. Es gibt viele Gruppen, die sich hier bewerben", berichtet die Berlinerin. Dass sie ausgewählt wurden und ihre Vorstellungen nun umsetzen können, ist Anerkennung und Herausforderung zugleich. Das Material haben sie teilweise mitgebracht, teilweise ist es auf dem Festival-Gelände vorrätig.

Ein anderer Schauplatz ist die Werkstatt des Kulturkosmosvereins im Backstage-Bereich (Hintergrund). Der Hangar, der das ganze Jahr über mit am stärksten frequentiert wird, ist Dreh- und Angelpunkt für alle Arbeiten auf dem Gelände. Hier werden Schweißtätigkeiten verrichtet, liegengebliebene Autos - die auf der Straße sicher nicht mehr fahren dürften - repariert oder Materialien zugeschnitten. Der Berliner Sven Geese gehört zum Personal und ist für Werkzeugausgabe und Materialbeschaffung zuständig. Eigentlich arbeitet er als Zimmermann in Berlin. Zur Fusion kam er über einen Freund 2006 zum ersten Mal. Seitdem ist er "infiziert" und gehört in diesem Jahr zu den 1000 Mitwirkenden, die bei der Organisation helfen. Weitere 2000 Leute sorgen dafür, dass während des Festivals alles reibungslos funktioniert. Die vielen Künstler und Darsteller sind dabei noch nicht einmal mitgezählt.

Freuen dürfen sich Fusion-Kenner auf die Übertragung des Theaterspiels auf eine große Leinwand vor dem Theater-Hangar. Am heutigen Donnerstag werden die Darbietungen sogar auf 8 Leinwände im 360-Effekt an der Turmbühne projiziert, danach ist dieses Terrain den DJs vorbehalten. "Brachiale Neuheiten wird es nicht geben", sagt Vereinschef Martin Eulenhaupt, dafür aber viele Kleinigkeiten, die entdeckt werden wollen.

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