|
::Features::
::Suche::
|
|
Totalitäre Traditionsstränge
Über Parallelen zwischen NPD und NSDAP
02.06.2007
(Jan Hendrik Dany ) • Der Landesvorstand der mecklenburg-vorpommerschen NPD ruft dazu auf, während ihrer Aufmärsche Gegendemonstranten zu fotografieren. Und im Dunstkreis der Partei werden, beispielsweise in Internetforen, Forderungen laut, einen eigenen Sicherheitsdienst einzurichten. Ganz nach dem Muster der NSDAP. Denn die SS, Schutzstaffel der NSDAP, gründete 1931 ebenfalls einen Sicherheitsdienst (SD). Er unterstand SS-Reichsführer Heinrich Himmler, später zugleich "Chef der Deutschen Polizei". Elf Jahre lang wurde der SD von Reinhard Heydrich, danach von Ernst Kaltenbrunner geleitet. Auch der Sicherheitsdienst des "Dritten Reichs" sollte - wie der nun im Umfeld der hiesigen NPD geforderte - politische Gegner und missliebige Organisationen beobachten. Zudem forschte er nach Dissidenten innerhalb der NSDAP, überprüfte die Zuverlässigkeit ranghoher Offiziere und einflussreicher Parteifunktionäre.
Spitzelei und Sabotage
Der SD bespitzelte über Blockleiter, willfährige Parteimitglieder, Agenten und so genannte "Vertrauensleute" die Bevölkerung. Vorrangig um in Erfahrung zu bringen, auf welche Resonanz die Politik des NS-Regimes stieß. Außerdem spionierte und sabotierte der Sicherheitsdienst im Ausland.
Ab Mitte der 30er-Jahre teilte sich der SD sein ebenso umfangreiches wie unappetitliches Aufgabengebiet mit der berüchtigten Geheimen Staatspolizei (Gestapo), die durch Wohnungsdurchsuchungen, Verhaftungen, Folterungen und KZ-Einweisungen sämtliche "staatsgefährdenden Bestrebungen" im Keim ersticken wollte. 1939 wurde der SD mit der Sicherheitspolizei im neu errichteten Reichssicherheitshauptamt der SS zusammengefasst und beschäftigte bis zu 6500 hauptamtliche Mitarbeiter.
In den Nürnberger Prozessen erklärte der Internationale Militärgerichtshof den Sicherheitsdienst zur "verbrecherischen Organisation". Dass im Dunstkreis der NPD nun für eine Wiederbelebung des SD plädiert wird, lässt tief blicken: Wer mit den totalitären Traditionssträngen der Nazi-Vergangenheit Zukunft gestalten möchte, ist an moralischer Verkommenheit kaum zu überbieten.
Schweriner Volkszeitung
|
|
|
::Action::
Die alternative Gewerkschaft - Industrial Worker of the World
Infoveranstaltung
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock
The Baboon Show
Konzert
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock
alle Termine
alle Presseartikel
::Presse::
22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.
21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.
21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.
21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.
15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.
15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.
15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station
14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.
alle Presseartikel
|