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Rechte Gewalt in Ausstellung von Bundesamt
Das Bundesamtes für Verfassungsschutz zeigt im Wismarer Rathaus vom 20. April bis 4. Mai eine Rechtsextremismusausstellung.
07.04.2007
Wismar. "DIE BRAUNE FALLE - Eine rechtsextremistische ,Karriere'" heißt eine Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), die am Donnerstag, dem 19. April, um 10 Uhr in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses eröffnet wird. Sie schildert - am fiktiven Beispiel des Lebenslaufs eines Jugendlichen - die Vielfalt rechtsextremistischer Erscheinungsformen und will über die verfassungsfeindlichen Ziele und Strukturen des Rechtsextremismus aufklären. Außerdem will die Ausstellung Handlungsfelder und Gefahren deutlich machen.
Neben Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) werden Lorenz Caffier (CDU), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, sowie Artur Hertwig, Leiter der Abteilung Rechts- und Linksextremismus im Bundesamt für Verfassungsschutz, sprechen.
Die Ausstellung richtet sich an politisch interessierte Menschen im Allgemeinen, insbesondere jedoch an Schüler/innen und Jugendliche. Ihr Ziel sei es, so das Bundesamt, "über Rechtsextremismus nicht mit ,erhobenem Zeigefinger' zu informieren, sondern die Besucher selbst ,hinter die Fassaden' blicken zu lassen. Sie haben so die Gelegenheit, sich ein eigenes Urteil zu bilden, wie schnell aus anfänglicher Faszination bitterer, oftmals sogar blutiger Ernst werden kann."
Bei der Konzeption der Ausstellung, zu der Heinz Fromm, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, einlädt, lag die Betonung darauf, das Thema Rechtsextremismus auf unterschiedlichen Informationsebenen und unter Einsatz vielfältiger audiovisueller Medien möglichst konkret und anschaulich darzustellen.
Die Ausstellung ist in der Zeit vom 20. April bis 4. Mai in der Gerichtslaube des Rathauses allen interessierten Besuchern kostenlos zugänglich. Sie kann montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr besichtigt werden. Während dieser Zeiten wird die Ausstellung von Mitarbeiter/innen des Verfassungsschutzes betreut.
Für Schulklassen und sonstige Gruppen wird eine vorherige Anmeldung erbeten unter der Telefonnummer 03 85/7 42 05 20.
Neben seiner Bekämpfung mit zahlreichen staatlichen Mitteln sei eine intensive gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus unerlässlich. Aus diesem Grund hat das Bundesamt für Verfassungsschutz eine nach zeitgemäßen didaktischen Kriterien gestaltete Ausstellung erarbeitet, die gemeinsam mit der Hansestadt Wismar präsentiert wird.
HEIKO HOFFMANN
Ostseezeitung-Wismar
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