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Politische Straftaten nehmen in der Stadt zu
03.04.2007
Von André Gross
Neustrelitz. Die Gewalttaten in Neustrelitz insgesamt sind seit dem Jahr 2000 kontinuierlich zurückgegangen. Soweit die gute Botschaft, die die Mitglieder des Hauptausschusses der Neustrelitzer Stadtvertretung entgegennehmen konnten. Sie hatten Vertreter der Polizei, des Staatsschutzes und mobiler Beratungsteams zu Gast.
Besorgniserregend sei hingegen, dass die politisch motivierten Straftaten ansteigen, "auch wenn da Gewalt nicht die vordergründige Rolle spielt", wie Bürgermeister Andreas Grund (PuLS) nach der Zusammenkunft berichtete. So bewegten sich Rechtsextreme "auffällig stark juristisch ausgerichtet, genau auf der Trennlinie". Hinzu komme eine erhebliche Grauzone, wo politisch motivierte Gewalttaten nicht als solche erkennbar seien. Die Zeugenlage sei zumeist schwierig, und Aussteiger aus der rechten Szene gebe es faktisch nicht.
Im besonderen Fokus von Polizei und Staatsschutz in der Region stünde die "Mecklenburgische Aktionsfront" in ihrer Verknüpfung mit der NPD, informierte Bürgermeister Andreas Grund. Er sehe es auch als seine ganz persönliche Aufgabe an, das Interesse der Bürger stärker auf das Thema Rechtsextremismus zu richten.
Erst unlängst war das Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Marienstraße im Anschluss an eine Kranzniederlegung wieder von Rechten heimgesucht worden. Vermehrt hat es auch Anschläge auf das Büro der Linkspartei in der Schlossstraße gegeben (der Nordkurier berichtete).
Nordkurier-Neustrelitz
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