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Migranten drücken bei AWO die Schulbank

02.03.2007

Von Juliane Reich

Neubrandenburg. Konzentrierte Stille herrscht im Unterrichtsraum des AWO-Migrationszentrums. Nach sechs Monaten Integrationssprachkurs haben die Teilnehmer ihre schriftlichen Abschlussprüfungen. Sie beginnen am Morgen mit einem Diktat, anschließend sind die Fertigkeiten in einer Grammatikarbeit und im kreativen Schreiben gefragt. "Jeder Migrant hat zunächst Anpruch auf einen Integrationssprachkurs von 600 Stunden an der Volkshochschule", sagt Gabriele Gröger, Leiterin des Migrationszentrums. "Um sich hier gut im sozialen und beruflichen Leben zurechtzufinden, reicht dieser jedoch in den meisten Fällen nicht aus", erklärt sie weiter. Aus diesem Grund bietet die AWO in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit seit 2003 weiterführende Sprachkurse für Migranten an. "Lernen und Arbeit" lautet das Motto dieser Lehrgänge. Neben dem Deutschunterricht arbeiten die Teilnehmer dabei auf Ein-Euro-Basis in Einrichtungen der AWO. Dies geschieht im

14-tägigen Wechsel. So sammeln die Migranten berufspraktische Erfahrungen. Gleichzeitig können sie ihre neu erworbenen Deutschkenntnisse bei der Verständigung mit Kollegen festigen. Obwohl einige Migranten, die vorwiegend aus Georgien, Russland oder Kasachstan stammen, noch Hemmungen bei der alltäglichen Anwendung haben, fällt ihnen das Deutschsprechen durch den Kurs leichter. Dafür sorgten die Lehrerinnen Erika Asmus und Jutta Keller. Sie versuchten, den Unterricht möglichst anschaulich zu gestalten. Lobend erwähnten sie nach der Prüfung, dass die Teilnehmer ihres Kurses sehr motiviert sind, Deutsch zu lernen, um anschließend für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu können.

Nordkurier-Neubrandenburg

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