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NPD-Fraktionschef im Visier der Behörden

Landkreis droht Udo Pastörs Strafzahlung an

22.12.2006

Briest/Lübtheen (mayk) - Der Fraktionsvorsitzende der NPD im Landtag liegt derzeit im Clinch mit dem Landkreis Ludwigslust. Dabei geht es um seinen Wohnsitz in Briest bei Lübtheen. Landrat Rolf Christiansen mochte den Fall auf Anfrage bisher weder bestätigen noch dementieren.

Dafür bestätigte Udo Pastörs gestern Abend ein entsprechendes Schreiben vom Landkreis. In dem nach seiner Meinung rechtlich haltlosen Schreiben werde ihm von der Bauaufsichtsbehörde eine Strafe angedroht, weil er seine vor Jahren angemeldete Buchsbaumplantage noch nicht aufgebaut habe. Nur wegen dieses Betriebes hatte Pastörs eine Ausnahmegenehmigung für den Bau seines Anwesens im Außenbereich bekommen. Seine Familie verfügt in dem kleinen Ortsteil Lübtheens über ein großes Grundstück, das deutlich größer als 25 Hektar sein soll. Nach Meinung des Landkreises hat der NPD-Abgeordnete im Jahre 2000 lediglich ein Wohnhaus in Briest errichtet. Dem widersprach Pastörs gestern energisch. Der Aufbau der Plantage und der entsprechenden Gebäude habe sich verzögert, weil zuvor noch ein großer Flächenzukauf angestanden habe. Die Plantage werde gepflanzt, und auch die entsprechenden Gebäude würden gebaut.

Andernfalls droht der Familie, das Anwesen gehört offiziell der Ehefrau des NPD-Abgeordneten, zunächst das Strafgeld vom Landkreis. Am Ende der vom Landkreis geführten Auseinandersetzungen könnte im schlimmsten Fall auch die Räumung des Anwesens stehen. Doch selbst in diesem Fall wäre die Familie nicht obdachlos, weil sie auch in Lübtheen noch über eine Wohnung verfügt.

Schweriner Volkszeitung

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