links-lang fetzt!

::Features::

Link: Gegen den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg Link: Antirassistische Kampagne Stop it! Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen Link: Antifaschistisches Infoblatt

::Suche::

Internet
links-lang.de

by Google

Beeindruckt von Zeitzeugen

17.11.2006

Garz gedachte kürzlich der Reichspogromnacht, anlässlich derer vor einem Jahr die Stolpersteine für Arthur Cohn, Thekla Cohn und Ludwig Cohn vor dem Gemeindehaus verlegt worden waren. OZ sprach mit Pastor Siegismund von Schöning.

OSTSEE-ZEITUNG: Am Gedenken in Garz hat diesmal der Stralsunder KZ-Überlebende und Jude Wolfgang Kotljarski (85) teilgenommen. Hat Sie das überrascht?

von Schöning: Ich fand es beeindruckend, dass Wolfgang Kotljarski mit Gattin überhaupt zu uns nach Garz gekommen war. Es gab ja in Stralsund ein Treffen auf dem jüdischen Friedhof, am Abend auch in der Heilgeistkirche, wo allerdings die NPD die letzten Reihen besetzte und mit Zeitungen raschelte.

Allgemein ist bekannt, dass Wolfgang Israel Kotljarski nicht mehr sehr viel über die Vorkommnisse redet, die er als 17-jähriger in Stralsund erlebt hat. Seine Eltern und er wurden ebenfalls in sogenannte Schutzhaft genommen, dann wieder frei gelassen. Jugendliche seines Alters verprügelten ihn, als er von seinem Ausbildungsplatz, dem goldenen Löwen, nach Hause über den Markt ging. Später wurde die Familie wieder verhaftet, überlebte jedoch das KZ. Mir persönlich wurde plötzlich bewusst, dass es eine Seltenheit ist, noch mit Zeitzeugen reden zu können.

OZ: Hat das auch mit den Garzer Stolpersteinen zu tun?

von Schöning: Ja ausdrücklich. Die ergeben in Garz eine ganz neue Thematik. Fast zwangsweise kommen die Menschen ins Gespräch, bekennen sich, damals so oder so auch dabei gewesen zu sein. Eine Dame erinnerte sich an ihre Großeltern. Andere rührt auch fast siebzig Jahre später die persönliche Erinnerung in Garz. Manche kommen nun damit raus, die alles ganz lange und tief in sich vergraben hatten. Heute ist es ja fast zu spät, doch bin ich froh, mich darum noch kümmern zu können. Ich ärgere mich nur, das Thema nicht früher begonnen zu haben.

OZ: Blieb es beim Gespräch?

von Schöning: Nein. Anschließend gingen wir zusammen zu den Stolpersteinen und legten Blumen ab, stellten Kerzen auf. Jemand fiel dabei ein, dass während der Zeit, als Familie Cohn damals aus ihrem Haus und Geschäft vertrieben wurden, Konfirmandenunterricht im Gemeindehaus stattgefunden habe. Die hätten mitsamt des Pastors also auch hinaus können und helfen. Daher bin ich auch heute so froh, dass Pastor Bernhard Giesecke und Bürgermeister Klaus Meißner vor einem Jahr ebenso hinter der Sache standen und wir die gemeinsame Erklärung für die Stolpersteine und das Erinnern verfassen konnten.

Interview: A. KÜSTERMANN

Ostseezeitung-Rügen

::Action::

Die alternative Gewerkschaft - Industrial Worker of the World
Infoveranstaltung
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

The Baboon Show
Konzert
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

alle Termine
alle Presseartikel

::Presse::

22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.

21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.

21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.

21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.

15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.

alle Presseartikel