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Harte Klänge für mehr Toleranz

"Rock in da Block" machte mobil gegen Gewalt

13.11.2006

Neu Zippendorf (Von Claudia Pilz) • Seit drei Jahren bietet das Jugendfestival "Rock in da Block" jungen Nachwuchsbands aus dem Land eine Plattform. Gleichzeitig wollen die Organisatoren über die Musik Toleranz und Gewaltfreiheit vermitteln. Kreativ statt aggressiv - das war Sonnabend in der Halle am Fernsehturm das Motto. Melodisch und exotisch ging der Abend los: Die Schweriner Band "Kaleido" machte mit ihrem Indie-Deutschpop den Anfang, brachte das Publikum langsam in Fahrt. Etwas härter gingen es "The Alphes" aus Hagenow an - die Gymnasiasten begeisterten mit ihrem punkigen Metal-Sound. Beide Bands hatten ihren Auftritt bei "Rock in da Block" auf dem 1. Schulband-Contest im August gewonnen.

Mit "Out of Cave" kam dann eine Band, die sich nicht in eine Schublade stecken lassen. "Puzzlerock" nennen die Neubrandenburger ihren Sound aus eingängigen Melodien und kraftvollen Grooves. Nach der Schweriner Band "Dry" brachte die Schweizer Truppe der "Lombego Surfers" ein wenig internationales Flair in die Landeshauptstadt. Mit ihrem "Surf Punk 'n' Roll" haben sie sich deutschlandweit bereits einen Namen gemacht.

Doch neben Spaß und viel guter Musik hatte das Festival auch einen durchaus ernsten Hintergrund. Organisator Dimitri Avramenko: "Unter dem Motto ,Kreativ statt aggressiv' wollen wir Jugendliche für Toleranz und einen gewaltfreien Umgang miteinander begeistern".

Motto: Kreativ statt aggressiv So soll das Festival "Rock in da Block" auch einen Beitrag zum Kampf gegen Rechtsextremismus leisten. "Klar, es kommen oft schon sehr tolerante Jugendliche zu solchen Konzerten, aber wenn die dann einen anderen mitnehmen oder ihr Umfeld damit anstecken, dann haben wir schon viel erreicht", sagte Avramenko vom Projekt "Soziale Stadt". Auch der Landespräventionsrat, die Sparkassenstiftung und der Jugendring unterstützen das Festival, das als ganzheitliches Präventivprojekt veranstaltet wird. So durften Toni (17), Stephan (15) und Andreas (14) das komplette Konzert als Aushilfstechniker begleiten. "Wir haben beim Aufbau der Bühnentechnik geholfen und können den Tontechnikern bei der Arbeit zusehen", sagte Stephan begeistert. "Nebenbei drehen wir noch einen Film über das Festival", erzählte Toni stolz. Er will später als Veranstaltungstechniker sein Geld verdienen. "Wir wollen Jugendlichen eine Perspektive geben" , sagt Dimitri Avramenko, "Und nicht auf einen schlimmen Anlass warten".

Schweriner Volkszeitung-Schwerin

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