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Aktionswochen auch für Jugend
Demokratisches Miteinander stärken / Jugendliche müssen Angebote annehmen
24.08.2006
Güstrow (Von Marie Konopatzki und Christian Jäger) - Für mehr demokratische Kultur und Toleranz werben ab kommendem Montag die Güstrower Aktionswochen. Davon sollen sich besonders Jugendliche angesprochen fühlen. In die Wochen eingebettet ist auch die Wanderausstellung "Labyrinth X", die ab 21. November im Bürgerhaus zu sehen sein wird. Die Aktionswochen, die bis Dezember andauern, sollen die Güstrower und speziell auch die Jugendlichen dazu bringen, ihr eigenes Toleranzverhalten zu hinterfragen. (SVZ berichtete). Die Idee zu den Wochen kam durch die Wanderausstellung "Labyrinth X", die sich mit den Themen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung befasst. Rund um diese Ausstellung werden in der Zeit der Aktionswochen verschiedenste Veranstaltungen von Vereinen, Einzelpersonen und kulturellen Einrichtungen angeboten (siehe auch Hintergrund).
Für Stadtjugendpflegerin Thora Nacke, eine der Initiatorinnen ist es wichtig, die Jugend "präventiv vor falschen Ideologien zu bewahren", deshalb begrüßte sie die Idee der Aktionswochen, die auf "Labyrinth X" vorbereiten sollen. "Wichtig ist, dass man in die Ausstellung geht und zunächst einmal verwirrt ist und einiges in Frage stellt. Denn jeder Besucher von ,Labyrinth X' soll zum Nachdenken animiert werden", so Thora Nacke.
Am Montag übergab Innenminister Gottfried Timm einen 2500 Euro-Förderbescheid für die Aktionswochen. Klecks hakte dabei über die Bedeutung dieses Projekts für die Jugend nach. "Das demokratische Miteinander muss wieder gestärkt werden, dem Rechtsextremismus darf in den Köpfen der Jugend kein Platz gegeben werden", so Timm. Er sei froh über das verhältnismäßig gute Freizeitangebot in Güstrow und in der Umgebung. "Impulse müssen der Jugend früh gesetzt werden, da müssen Vereine, Organisationen und auch die Schule greifen", erklärte Timm.
Auch Bürgermeister Arne Schuld ist von dem Projekt begeistert. "Sobald die Finanzierung klar war, stand der Präventionsrat und ich sofort hinter ,Labyrinth X'."
Wichtig ist jetzt, dass die Jugend die vielfältigen Angebote auch annimmt, sonst ist die Aktion sinnlos.
Schweriner Volkszeitung-Güstrow
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