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"Molli" nicht gut auf G 8-Gegner zu sprechen
Zwei komplett ausgefallene Züge, Blockade in Bad Doberan, Unannehmlichkeiten für Reisende - bei der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli ist man auf die G 8-Gegner nicht gut zu sprechen.
17.08.2006
Bad Doberan. Wenig positiv fällt die Bilanz der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli zum Treffen der G 8-Gegner in Steinhagen aus - im Gegensatz zu Polizei und den Protestierern selbst. Aufgrund einer Aktion im Molli wurde der Zug am Haltepunkt Rennbahn von der Polizei gestoppt. Die Kleinbahn wurde geräumt. Die mitfahrenden Gipfel-Gegner mussten Fahrscheine lösen (OZ berichtete). Diese Aktion, so Eisenbahnbetriebsleiter Claudio Fischer, habe knapp anderthalb Stunden in Anspruch genommen. Dadurch musste der Gegenzug in Heiligendamm warten. Deshalb gaben nicht nur einige Touristen ihre Tickets zurück. Schlimmer: Einige Weiterreisende hätten dadurch ihre Anschlussverbindungen nicht mehr erreichen können. Diese Passagiere seien mit Taxis weitergefahren. Diese Rechnungen würden noch beim Molli eintreffen, ärgert sich der Betriebsleiter.
Aufgrund der Aktion der Gipfelgegner seien zwei Züge komplett ausgefallen. Da der Molli als öffentlicher Nahverkehr eingesetzt sei, erhalte das Unternehmen für die ausgefallenen Verbindungen auch kein Geld aus Schwerin, sagt Molli-Chefin Angelika Münchow. Außerdem sei ein Zug in der Mollistraße in Bad Doberan von Gegnern des Weltwirtschaftgipfels durch Sitzstreiks blockiert worden. Aus diesem Grund sei mittlerweile Strafanzeige gestellt worden.
TRI
Ostseezeitung-Bad Doberan
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