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Hamburg will freie Kapazitäten in Horst nutzen

Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert (CDU) besuchte die Asylbewerberunterkunft

18.05.2006

Nostorf • Die Kreistagspräsidentin und CDU-Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert besuchte dieser Tage das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Außenstelle Nostorf-Horst und das Landesamt für Asyl und Flüchtlingsangelegenheiten, die von den Malteser Werken betriebene Asylbewerberunterkunft. Der Referatsleiter des Bundesamtes, Rainer Hagen, begrüßte die Landespolitikerin in seiner Dienststelle. Maika Friemann-Jennert ließ sich zunächst vom Vertreter des Analysereferats aus der Zentrale des Bundesamtes in Nürnberg, Rainer Spoerl, ausführlich über die Lage in Togo informieren.

Dabei wurde auch über die Auswirkungen des Alleinganges von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Gottfried Timm (SPD) bei der Aussetzung der Rückführung nach Togo gesprochen. Einen bundesweiten Abschiebestopp wollte Timm auf der kürzlich stattgefundenen Innenministerkonferenz in Garmisch-Partenkirchen ansprechen. Ergebnisse darüber wurden bislang nicht bekannt.

In der Gesprächsrunde, an der neben dem Referatsleiter Hagen auch Referentin Anette Schmetjen-Hartmann und Wolf-Christoph Trzeba vom Landesamt für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten teilnahmen, interessierte sich Friemann-Jennert auch für die Tatsache, dass Hamburg künftig die Nostorfer Einrichtung verstärkt nutzen werde, weil hier noch Kapazitäten vorhanden sind.

Die dann in Nostorf-Horst zeitweilig unterzubringenden Asylbewerber sollen, eine positive Bleiberechtsentscheidung vorausgesetzt, dann jedoch wieder nach Hamburg kommen. Im Anschluss an das Gespräch wurde der Abgeordneten kurzfristig die Möglichkeit eingeräumt, sich in der eher spartanisch eingerichteten Asylbewerberunterkunft ausführlich umzusehen.

Stephan Güldenpenning

Schweriner Volkszeitung-Hagenow

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