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Vielstimmig für eine bunte Stadt
16.05.2006
Von Marlis Guth
Neubrandenburg. Für den Anspruch "Neubrandenburg bleibt bunt" macht sich das Netzwerk gegen Rechtsextremismus stark. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) hatte das Bündnis vor einigen Monaten ins Leben gerufen, um über Glaubens-, Partei- oder Vereinsgrenzen hinweg eine Bewegung gegen NPD und rechte Kameradschaften in Gang zu setzen (der Nordkurier berichtete). Ein erster Erfolg: Vor dem Hintergrund des neuerlich geplanten Aufmarsches rechtsextremer Gruppierungen am 27. Mai in der Viertorestadt können sich Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger für Vielfalt, Toleranz und Demokratie positionieren.
Ein entsprechender Aufruf ist auf der Internetseite des Netzwerkes zu finden. "Wir wollen keine Neonazis - nicht in dieser Stadt, nicht im Landesparlament noch sonst irgendwo", heißt es dort. Und: "Keine Stimme den Rechtsextremen." Verwiesen wird auf die Gefahr aus dem rechtsextremen Lager: "Mit Hetz-Plakaten, Propaganda in unseren Briefkästen und Aufmärschen versucht die rechte Szene, den Boden für den Einzug in den Landtag im September vorzubereiten. Sie nutzt bewusst die sozialen Probleme der Gesellschaft für antidemokratische, rassistische und antisemitische Agitation aus."
Zu den Initiatoren des Aufrufs gehören Stadtpräsident Günter Rühs (CDU), Gewerkschaftschefin Gisela Ohlemacher und Kay Bolick von LOBBI, einem Verein, der sich für Opfer rechter Gewalt einsetzt.
Bis gestern Abend hatten rund 80 Menschen die Chance genutzt, dem Aufruf Sympathie zu bekunden, Schüler, Studenten, Rentner, Unternehmer, Künstler, Beamte, Lehrer und Arbeiter ebenso wie Gewerkschafter, Kommunal- und Landespolitiker sowie Vereine. Im Internet unter @www.neubrandenburg-bleibt-bunt.de
Nordkurier-Neubrandenburg
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