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NPD-Mitglied gesteht Angriff auf Demonstrantin

20.04.2006

Itzehoe - Am ersten Verhandlungstag gegen mehrere NPD-Mitglieder und -Anhänger wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Itzehoe legte einer der vier Angeklagten ein Geständnis ab und entschuldigte sich bei dem Opfer. Juristisch aufgearbeitet werden seit Mittwoch Vorfälle vom 4. Dezember 2004, als es vor einem NPD-Tagungslokal zu krawallartigen Auseinandersetzungen kam.

Gegendemonstranten hatten den Tagungsort in einer kleinen schleswig-holsteinischen Gemeinde des Kreises Steinburg ausgekundschaftet und versucht, diesen zu belagern. Dabei flogen unter anderem Steine und Flaschen. Als die NPD zur Selbstjustiz überging, vor Gericht argumentierten die Angeklagten mit "Notwehr", wurden Demonstranten gejagt und körperlich angegangen. Eine Frau geriet dabei in die Fänge mehrerer NPD- Ordner, die vehement auf sie einprügelten, heißt es in der Anklageschrift. Das Opfer, das anschließend ins Krankenhaus musste, erkannte dabei Ingo Stawitz (55), den damaligen Spitzenkandidaten der NPD Schleswig-Holstein, als einen ihrer Peiniger wieder. Dieser muss sich jetzt genauso vor Gericht verantworten wie der Partei-Landesvorsitzende aus Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Köster (32). Vor Ort anwesende Fernsehjournalisten vom Norddeutschen Rundfunk hatten die Attacken festgehalten. Stawitz gab jetzt zwei bis drei Steinwürfe zu, sprach aber davon, seinerzeit habe er eine "vermummte Person" festgehalten und der Polizei übergeben wollen. Das Opfer, zugleich Nebenklägerin, hat namentlich Köster als einen der beteiligten Schläger benannt. Dieser verweigerte ebenso die Aussage wie ein weiterer Angeklagter aus Hamburg. Der 23-jährige Pierre L. gab dagegen zu, die Frau geschlagen zu haben.

Begleitet wurde der Prozess von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften. Nur nach einer Leibesvisitation war den Prozessbeteiligten der Zutritt zum Sitzungssaal erlaubt. Der Prozess wird fortgesetzt. Dieter Hanisch

Tagesspiegel

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22.05.2012 [NK]
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21.05.2012 [NK]
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21.05.2012 [OZ]
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21.05.2012 [NK]
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500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
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