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Neues Toleranz-Projekt
In 20 Workshops will der Verein "Bunt statt braun" die Toleranzfähigkeit bei Rostocker Jugendlichen schulen. Das Arbeitsministerium fördert das zweijährige Projekt mit 40 000 Euro.
12.11.2005
Rostock-Stadtmitte - Mit einem zweijährigen Projekt will der Verein "Bunt statt braun" die Toleranz bei Jugendlichen fördern. "Toleranzfähigkeit ist auch eine wichtige Kompetenz auf dem Arbeitsmarkt", sagte Lena Fassnacht, Projektleiterin und ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins.
Das sah Arbeitsminister Helmut Holter ganz ähnlich: In einer globalisierten Arbeitswelt seien "Weltoffenheit und interkulturelles Verständnis wichtige Standortfaktoren", sagte er. Das Arbeitsministerium unterstützt das gemeinwohlorientierte Förderprojekt (GAP) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes mit 40 000 Euro.
"Bunt statt braun" will mit diesem Geld Workshops für rund 300 Jugendliche in der Aus- und Weiterbildung organisieren. Gerade in einer Stadt wie Rostock mit einem Ausländeranteil von drei Prozent gebe es nur wenig Berührungspunkte mit anderen Kulturen, sagte Lena Fassnacht.
In Zusammenarbeit mit Migrationsvereinen sollten die Jugendlichen die Arbeitswelten ausländischer Mitbürger kennenlernen oder eine interkulturelle Stadtteil-Rallye organisieren", berichtete Fassnacht. Die konkreten Projekt-Inhalte würden aber erst gemeinsam mit den 16- bis 20-Jährigen entwickelt.
Bei der Nacht der Kulturen könnten die Ergebnisse aus den 20 Workshops vorgestellt werden - vom politischen Wandbild bis zum Videofilm. Ziel des Projektes sei es auch, "ein Modell für nachhaltige Präventionsarbeit gegen Rassismus und Gewalt zu entwickeln, das überregional nutzbar ist", erklärte Holter.
ASC
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