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Diplomaten retteten Juden
05.11.2005
Greifswald - Am Montag um 19.30 Uhr wird im Beisein von Landesrabbiner Wolff die Ausstellung "Ein Visum fürs Leben. Diplomaten die Juden retteten" eröffnet. Sie ist im Auftrag der israelischen Botschaft in Berlin erarbeitet worden und kommt auf Initiative des Arbeitskreises Kirche und Judentum für gut drei Wochen in die Stadtbibliothek.
Insgesamt waren die Diplomaten keine große, aber eine sehr erfolgreiche Helfergruppe. In der Jerusalemer Gedenkstätte Yadwashem sind es bis heute unter den ca. 16 000 namentlich geehrten "Gerechten der Völker" genau 20 Personen. Es gibt Situationen, die moralisch ultimativ sind, formulierte jüngst der schwedische Botschafter in einer Gedenkschrift für Raoul Wallenberg. Der Schwede Wallenberg ist der wohl bekannteste Diplomat, der 1944/45 als Budapester Botschaftssekretär tausende jüdische Personen vor ihrer geplanten Deportation und Vernichtung durch intelligente Aktionen in allerletzter Minute rettete. Wallenberg verteilte unter anderem mehrere Tausend ungedeckte Visa, die ihre Besitzer in den Rang von Ausländern versetzten und damit für die deutschen Verfolger unerreichbar machten. Begleitend zur Ausstellung gibt es weitere Veranstaltungen. So findet beispielsweise am Jahrestag der Reichspogromnacht, dem 9. November, um 13 Uhr ein Gedenken in der Marktpassage an der Tafel für die Greifswalder jüdische Gemeinde statt. 19.30 Uhr lesen dann Elisabeth Dibbern und Dr. Andreas Ruwe aus David Ben-Dors Buch "Mein Weg zurück ins Leben" in der Stadtbibliothek.
Ostseezeitung-Greifswald
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