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Vier Asylbewerber auf 1000 Einwohner
15.10.2005
Güstrow - Im Kreis Güstrow lebten zum Stichtag 31. Dezember 2004 429 Asylbewerber. Bezogen auf je 1000 Einwohner waren das vier. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 23 weniger. Das teilt das Statistische Landesamt mit. Landes- und bundesweit geht die Zahl seit Jahren zurück.
Bezogen auf die Einwohnerzahl lebten 2004 am wenigsten Asylbewerber in Rostock (1,77 je 1000 Einwohner) und Schwerin (1,55 je 100 Einwohner) sowie im Kreis Uecker-Randow (1,79). Am meisten waren es in Greifswald und Neubrandenburg mit je 4,3 pro 1000 Einwohner und den Kreisen Güstrow und Müritz mit je vier Asylbewerbern (Landesschnitt: 2,88).
Aus Angst vor Krieg, Unterdrückung, Verfolgung und aus wirtschaftlicher Not verlassen Männer ihre Heimatländer. Sie kommen allein, ohne ihre Familien. Im Kreis Güstrow fanden im Dezember 299 männliche (69,7 Prozent) und 130 weibliche Asylbewerber Schutz.
Da im vergangenen Jahr weniger Asylbewerber im Land aufgenommen wurden, gingen auch die Ausgaben zurück. Die Bruttoausgaben sanken um 6,6 Prozent auf 29,4 Millionen Euro. Der größte Teil des Geldes wurde für die Grundleistungen ausgegeben, davon die Hälfte als Sachleistungen. Außerdem mussten die Kosten für Krankenversorgung und besondere Notlagen bezahlt werden. Jeder Einwohner des Landes trug eine Belastung von 17 Euro.
In M-V waren im Dezember 2004 4952 Asylbewerber gemeldet. Das waren 14,4 Prozent oder 835 weniger als im Vorjahr. Seit Ende der 90er-Jahre, so die Statistiker, sei ein stetiger Rückgang zu verzeichnen (siehe Stichwort). 1999 beispielsweise lebten zum Stichtag 31. Dezember mehr als 6700 Asylbewerber hier, ein Viertel mehr als heute.
Etwa ein Drittel der Asylbewerber, die 2004 hier lebten, stammte aus Europa (700 aus Serbien und Montenegro, 264 aus Russland, 173 aus Bosnien-Herzegowina). Mehr als 2000 Asylbewerber hatten ihre Heimat in Asien. Weitere 1000 kamen aus Afrika.
Dietgard Oberst
Schweriner Volkszeitung-Güstrow
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