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Proteste gegen rechten Aufmarsch

01.08.2005

Stralsund (epd/OZ) Mehrere hundert Menschen haben Sonnabend in Stralsund gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten protestiert. Bei der Demonstration von Angehörigen der SPD-nahen Jungsozialisten trugen die Teilnehmer Transparente mit Aufschriften wie "Aufstehen für Toleranz und Menschlichkeit" und "Wir zeigen den Nazis die Rote Karte" durch die Innenstadt. Am Abend beteiligten sich rund 120 Menschen an einem "Demokratischen Kehraus" des Stralsunder Bündnisses gegen Rechtsextremismus.

Auf dem Parkplatz vor einem Gymnasium entfernten die Demonstranten mit Besen und Wasser Parolen, die bei einer Abschlusskundgebung der Rechtsextremisten auf den Boden geschriebenen worden waren. Aktionen wie diese seien wichtig, um zu zeigen, dass fremdenfeindliches und nationalistisches Gedankengut in Stralsund nicht geduldet werde, sagte der Sprecher des Bündnisses, Axel Markmann.

Am Mittag waren nach Polizeiangaben etwa 120 Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg durch die Hansestadt gezogen. Der von der NPD und dem "Nationalen und Sozialen Bündnis Pommern" angemeldete Aufmarsch sei ohne Zwischenfälle verlaufen, hieß es. weiterlesen

Ostseezeitung

Braune Spuren weggefegt

01.08.2005

Stralsund - Mit zwei Veranstaltungen setzte die Hansestadt am Sonnabend Zeichen gegen einen Neonazi-Aufmarsch am gleichen Tag. Eine besondere Aktion hatte das Bündnis gegen Rechtsextremismus um 18 Uhr auf dem Parkplatz gegenüber vom Herder-Gymnasium organisiert. Alle Stralsunder waren aufgerufen, sich an einem "Demokratischen Kehraus" zu beteiligen und die braunen Spuren der Rechtsextremisten wegzufegen. Die hatten bereits am Mittag dort eine Kundgebung abgehalten.

"Wir haben uns bewusst nicht für eine Gegendemo entschieden, sondern eine kurze symbolische Veranstaltung vorgezogen", sagte Axel Markmann vom Bündnis gegen Rechtsextremismus. Etwa 120 Stralsunder kamen.

Entsprechend ihrer schon länger ausgegebenen Taktik, als Wolf im Schafspelz aufzutreten, hatten die Neonazis ihre Kundgebungsfläche weniger mit den üblichen Plattitüden, als mit Worten wie "Meinungsfreiheit" oder "familienfreundliche Politik" beschriftet. Noch dazu mit freundlich wirkender Pastellkreide. Für Ute Bartel (SPD) trotzdem kein Grund, dies zu tolerieren. "Wir fegen das auch weg und schreiben es dann wieder neu auf." Schließlich würden diese Sprüche von den Rechtsextremisten stammen, begründete die Bürgerschaftsabgeordnete.

In sechs Bussen waren bereits am Nachmittag 300 Jusos aus einem Wahlkampflager in Barth angereist. Ihre Demonstrationsroute führte vom Busbahnhof aus quer durch die Altstadt. "Wir wären noch lieber einen Weg gegangen, der näher an dem der Rechten liegt, aber das Ordnungsamt hat uns davon abgeraten", sagte Juso-Landessekretär Matthias Marx.

Der Neonazi-Aufmarsch mit 120 Teilnehmern war von NPD und dem Sozialen und Nationalen Bündnis Pommern (SNBP), einer regionalen Dachorganisation rechter Kameradschaften, organisiert worden. Die Polizei erteilte 19 Platzverweise. weiterlesen

BENJAMIN FISCHER

Ostseezeitung-Stralsund

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22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.

21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.

21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.

21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.

15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.

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