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Schrill-bunte Demo für gleiche Rechte

18.07.2005

Dritte CSD-Parade in Rostock/Straßenfest in der KTV


Eine fröhlich-bunte Party und politische Demonstration zugleich: Schwule und Lesben feierten mit den Rostockern am Sonnabend ihr Fest zum Christopher Street Day.

Von Thomas Niebuhr

Gigantisch, freute sich Chef-Organisator Detlef Söllick, als sich die Parade in Bewegung setzte. Mit derart viel Resonanz hatte er wohl selbst nicht gerechnet. Zwölf geschmückte Wagen und etwa 3000 Menschen demonstrierten am Sonnabend für die Rechte der Homosexuellen. "Leben ist mehr" stand als Motto über dem CSD 2005.

"Unser Leben besteht nicht nur aus Sex und Fun, unser Leben ist genauso normal wie das Leben aller", sagte Detlef Söllick bei seiner Eröffnungsrede und forderte mehr Akzeptanz, gleiche Rechte und eine Gesellschaft, in der Homosexuelle ohne Diskriminierung leben können. Söllick kritisierte, dass Mecklenburg-Vorpommern sein Landesrecht noch nicht an das Lebenspartnerschaftsgesetz des Bundes angepasst habe. Erst im Herbst werde ein entsprechender Gesetzentwurf im Landtag beraten.

Der CSD sei eine feste Größe im Veranstaltungskalender Rostocks, begrüßte Oberbürgermeister Roland Methling das offen demonstrierte schwul-lesbische Selbstbewusstsein. Als Schirmherr blieb es Methling vorbehalten, die Parade zu eröffnen.

Etwa 5000 Menschen säumten den Weg des schrill-bunten Zuges, dessen Start am Neuen Markt allerdings mit einer kleinen Panne begann. Ausgerechnet der Polizeiwagen, der vor dem Zug herfahren sollte, verweigerte seinen Dienst. Ersatz war jedoch schnell da, so dass Drag-Queen Gloria Viagra im roten Cabrio sitzend, den Marsch durch die Kröpeliner Straße in Bewegung setzen konnte. "In Berlin sind die Leute satter und alles ist kommerzieller", freute sich der Travestiekünstler auf den "kleinen CSD". In Städten wie Rostock hätten es Schwule und Lesben schwerer, glaubte die Moderatorin des Straßenfestes aus hauptstädtischer Sicht, und meinte damit wohl, politischen Nachhilfeunterricht erteilen zu müssen... Trotz eines heftigen Regenschauers und der Abba-Coverband auf der Bühne war der CSD in der Leonhardstraße wieder das seit Jahren bekannte, gewohnt fröhlich-bunte Straßenfest. Von der KTV zog die schwul-lesbische Partygemeinde zur Abschlussfete in den Kulturgüterbahnhof.

Norddeutsche Neueste Nachrichten

Lesben und Schwule machten Bambule

18.07.2005

Mit schrillen Outfits, heißen Beats und ausgelassener Stimmung feierten 4000 Menschen den 3. Christopher Street Day in Rostock.


Stadtmitte - Mit den Worten "Ich bin schwul, es ließ sich nicht vermeiden", eröffnete am Sonnabend die Berliner Drag-Queen Gloria Viagra singend den dritten Rostocker Christopher Street Day (CSD). Rund 4000 Menschen versammelten sich auf dem Neuen Markt, um unter dem Motto "Leben ist mehr" friedlich für die Akzeptanz und Toleranz von Lesben und Schwulen zu demonstrieren. Oberbürgermeister Roland Methling, der höchstpersönlich dafür sorgte, dass die Regenbogenflagge am Rostocker Rathaus gehisst wurde, beschrieb den CSD als "eine feste Größe im kulturellen Veranstaltungskalender der Stadt. Auf diese Art und Weise zeigen die Menschen Selbstbewusstsein. Kämpfen auf freundliche und fröhliche Weise für ihre Rechte." weiterlesen

Ostseezeitung-Rostock

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22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.

21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.

21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.

21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.

15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.

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