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Protest mit Transparenten und Liedern
02.06.2005
Demonstranten forderten in Horst einen sofortigen Abschiebestopp nach Togo
Boizenburg - Polizeikontrollen an der Einfahrt zum Kieswerk Menneke auf der B 5 in Richtung Horst, rund 50 Kräfte aus der Polizeidirektion Schwerin waren am Landesamt für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten in Horst bei Boizenburg im Einsatz. Die Beamten waren vor Ort, um eine Demonstration zu sichern, die einen sofortigen Abschiebestopp nach Togo fordert. Wie uns der Polizei-Einsatzleiter, Kriminalrat Bernd Knitter, amtierender Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust, mitteilte, wird die Protestkundgebung über zwei Tage gehen, auch am heutigen Donnerstag werden Demonstranten erwartet. Die Organisatoren dieser Protestveranstaltung, Ralf Lourenco und Abdou Gafar Tchedre vom Aktionsbündnis "Karawane - Für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten" hatten dazu rund 50 Teilnehmer erwartet, die gestern in der Zeit von 9 bis 17 Uhr und heute von 8 bis 17 Uhr vor dem Landesamt in Horst ihren Forderungen friedlich, aber nachhaltig Ausdruck verleihen wollten. Die Abschiebungen aus Deutschland nach Togo, in dem Menschenjagden und Repressionsmaßnahmen von Seiten des RPT-Regimes an der Tagesordnung sind, so Ralf Lourenco, werden unvermindert fortgesetzt. Das Auswärtige Amt und die Innenminister setzen seiner Meinung nach die Forderungen der togoischen Opposition, der Menschenrechtsorganisationen und des Kieler Innenministeriums nicht um. "Hintergrund für diese Protestaktion in Horst ist die Tatsache, dass in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber am 1. und 2. Juni mehrere hunderte Togoer und Togoerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet vorgeladen sind. Eine Delegation der togoischen Botschaft wird anwesend sein, um die Identität zu klären, mit dem Ziel, Papiere zur Abschiebung in den Togo auszustellen. Dagegen wollen wir hier protestieren", so Ralf Lourenco gegenüber SVZ.
Michael Seifert
Schweriner Volkszeitung-Hagenow
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