links-lang fetzt!

::Features::

Link: Gegen den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg Link: Antirassistische Kampagne Stop it! Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen Link: Antifaschistisches Infoblatt

::Suche::

Internet
links-lang.de

by Google

Kein Geld für Stadtjugendpfleger

01.06.2005

Grimmen - Über die zahlenmäßige Größe der rechten Szene in Grimmen will Bürgermeister Benno Rüster keine Mutmaßungen anstellen. "Bei deren Treffen sind zwischen 40 und 50 Jugendliche, sogar 13-Jährige. Aber es ist schwer zu sagen, wer da rechtsradikal ist." Er unterteilt Neonazis in zwei Kategorien: in "Krawattenträger", die ins Parlament einziehen und rechte Politik machen wollen. Und in solche, "die auf dem Parkplatz stehen und rechte Parolen grölen". Grimmen werde vor allem von Letzteren heimgesucht. "Die Szene scheint mir hier besonders lautstark und wenig politisch tätig zu sein."

Wenn er ihnen einen eigenen Raum anbietet, betrachtet er das als Geschäft. Als Gegenleistung will er künftig keine Randale und keine Saufereien auf dem Parkplatz mehr sehen. Sollte das nicht funktionieren, gebe es auch kein eigenes Quartier. Es sei ohnehin schwierig, gegen den Widerstand in der Umgebung Räumlichkeiten anzumieten. Der Grimmener Polizeichef habe ihm deshalb den Stadtrand nahegelegt. Von einem vergleichbaren Projekt in Ribnitz-Damgarten habe er gehört. Er wisse aber auch, dass ein solcher Raum für die rechte Szene auf Rügen wieder geschlossen werden musste, "weil die Polizei da oft reingehen musste".

Als es im vergangenen Jahr in Grimmen zu Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Wolga-Deutschen kam, habe er das mobile Beratungsteam für demokratische Kultur (mbt) aus Rostock um Rat gebeten. "Die waren vier Wochen hier und haben alle Beteiligten befragt." Die Analyse sei den Befragten anschließend zur Verfügung gestellt worden, "sie ist kein Geheimnis". Die vom mbt empfohlene Einstellung eines Stadtjugendpflegers stehe jedoch dem Sparkurs entgegen, der in den vergangenen Jahren in der Stadtverwaltung eingeschlagen werden musste. "Das ist eine Haushaltsfrage. Wir haben in den letzten drei Jahren 15 Prozent des Personals entlassen."

Er ist der Ansicht, dass bei der Arbeit mit dem Nachwuchs "bunte Leute" gefragt seien. "Manche Leute hat das Leben zu guten Sozialarbeitern gemacht, diese Arbeit kann nicht jeder machen. Wir brauchen Szenetypen." Vorerst will er einen Feuerwehrmann ins Rennen schicken.

Von der Grimmener rechten Szene sagt Rüster: "Das sind nicht alle Nazis, da sind auch Schläger dabei. Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Kern kann man mühelos bestehen." Dazu sei neben einem eigenen Raum auch geeignetes Personal nötig. Unsicher sei, ob die Stadtvertretung die Ausgaben für den Raum bewillige. Der Bürgermeister rechnet das Geld gegen den Schaden auf, den randalierende Jugendliche anrichten.

Das mobile Beratungsteam hatte darüber hinaus ein fehlendes Gesamtkonzept für die Jugendarbeit in der Kreisstadt angemahnt. Der Bürgermeister hält dieser Kritik unter anderem die etwa einmal im Monat im "Treffpunkt Europas" stattfindende Disko entgegen, zu der anfangs nur 120 Leute gekommen seien, inzwischen aber mehr als 400. Durch den Einsatz von Sicherheitskräften und verbesserte Technik sei sie attraktiver geworden. Er ist aber der Ansicht, "das läuft nicht nur über das Jugendangebot. Die Gesellschaft bietet den Jugendlichen keine Alternative". Die junge Generation sei "verbrannt. Sie hören seit der Wende 'es wird besser'. Aber nichts wird besser". weiterlesen

U. OEHLERS

Ostseezeitung-Grimmen

::Action::

The Toasters + Antispielismus
Konzert
22.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

Die alternative Gewerkschaft - Industrial Worker of the World
Infoveranstaltung
24.05., Peter-Weiss-Haus Rostock

alle Termine
alle Presseartikel

::Presse::

22.05.2012 [NK]
"Falsche" Abstimmung der Warener Linken Thema im Landesvorstand / Der politische Fauxpax der Fraktion der Linken in der Warener Stadtvertretung zum Thema Mindestlohn hat sich bereits bis in die Parteispitze nach Schwerin herum gesprochen. Dort schüttelt man darüber nur mit dem Kopf.

21.05.2012 [NK]
Sakrileg der Linken: Votum mit dem Feind / Während der jüngsten Stadtvertretersitzung in Waren hat es einen Tabubruch gegeben: Die Fraktion der Linken stimmte für einen Antrag der rechtsextremistischen Abgeordneten Doris Zutt.

21.05.2012 [OZ]
Migranten empört über Nein zu Turgut-Weg / Die Ablehnung der Straßenumbenennung wird enttäuscht aufgenommen.

21.05.2012 [NK]
Kreis-Gremium will Demo-Antragsflut bei Behörden einen Riegel vorschieben / Im Ordnungsausschuss wird die Verwaltung der Seenplatte aufgefordert, gegen langfristige Anmeldungen vorzugehen.

15.05.2012 [NK]
500 junge Vorpommern erheben ihre Stimmen / Auf den Usedomer Peenewiesen herrschte am Sonnabend ein kreatives Treiben für Demokratie. Rund 500 junge Leute waren gekommen, um unter anderem ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

15.05.2012 [OZ]
Bürgermeister fordert dazu auf, weiter weltoffen und tolerant zu sein / Stefan Weigler: Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte sich an der gelungenen Integration von Spätaussiedlern orientieren.

15.05.2012 [OZ]
Prora zeigt Ausstellung über NS-Lager Sobibor / Eine polnische Wanderausstellung über das NS-Vernichtungslager Sobibor macht erstmals in Deutschland Station

14.05.2012 [OZ]
Grüne finden Schlapphüte doch gut / Der Landesparteitag in Güstrow bekennt sich im Kampf gegen Rechts zu Verfassungsschutz und Schweriner Weg.

alle Presseartikel