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Politiker mahnen wache Erinnerungskultur an
09.05.2005
Veranstaltung zum 60. Jahrestag des Kriegsendes
Feldstadt (ps) - Mit einer feierlichen Kranzniederlegung haben gestern Politiker und viele Schweriner am Platz der Opfer des Faschismus anlässlich des Jahrestages des Kriegsendes der Opfer der Nazi-Barbarei und auch der Verdienste der Alliierten um die Befreiung der Deutschen vom Hitler-Regime gedacht. Auch Sozialministerin Marianne Linke legte zu Füßen des Rotarmisten-Denkmals einen Kranz nieder. "Dieser Tag gehört dem Gedenken an die Befreiung von den faschistischen Mördern", sagte die PDS-Politikerin. Die Geschichte des Nationalsozialismus, dieses "dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte", lasse sich nicht bewältigen, so die Ministerin. Gerade vor dem Hintergrund der immer wieder erstarkenden rechtsextremen und neonazistischen Parteien bedürfe es eines "Zusammenwirkens aller Parteien gegen neofaschistische Strömungen". Neben Linke legten auch Vereine und Initiativen wie der deutsch-russische Kulturverein "Kontakt", die Osteuropa-Gesellschaft und als Vetreterin der Stadt Vize-OB Heidrun Bluhm rote Blumengebinde am Mahnmal nieder.
Auch Rudolf Borchert, SPD-Fraktionsvize im Landtag, ergriff das Wort: "Weil die Erinnerung zu verblassen droht, sind Orte wie dieser Ehrenfriedhof so wichtig." Die Redner betonten, die Gedenkveranstaltung gelte sowohl den toten Soldaten der alliierten Streitkräfte, den Opfern des Holocaust wie auch den deutschen Opfern der Diktatur. Borchert: "Wir ehren all jene Tapferen und Aufrechten, die den Mut hatten, sich zu widersetzen." Auch heute noch müsse sich Demokratie täglich neu bewähren.
Schweriner Volkszeitung-Schwerin
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