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Protest gegen Rechtsextreme
08.04.2005
Neubrandenburg (MG). Für ein gewaltloses Signal gegen die rechtsextremen Gruppierungen, die am 1. Mai durch die Stadt marschieren wollen, setzen sich Oberbürgermeister Paul Krüger und Stadtpräsident Günter Rühs (beide CDU) ein. Die nach dem Gesetz möglichen Mittel zur Verhinderung des Aufmarsches habe die Stadt ausgeschöpft, heißt es in ihrer gemeinsamen Erklärung. "Da es nicht möglich war, die Demonstration zu verhindern, rufen wir alle Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger auf, im Rahmen eines Friedensgebetes ihren friedlichen Protest kundzutun." Es soll am 1. Mai um 15 Uhr in der Johanniskirche abgehalten werden. Die Kommunalpolitiker fordern, Rechtsextremen und Radikalen keine Bühne zu geben, am besten "indem man ihr das Publikum nimmt".
Nordkurier
Neubrandenburg ruft zu friedlichem Protest gegen rechte Demo auf
08.04.2005
Neubrandenburg (epd). Die Stadt Neubrandenburg hat zu friedlichem Protest gegen eine geplante Demonstration von Rechtsextremisten am 1. Mai aufgerufen. Bei einem Friedensgebet in der Johanniskirche sollten möglichst viele Bürger deutlich machen, dass sie nicht bereit seien, Radikalität und Extremismus in der Stadt zu dulden, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung von Stadtpräsident Günter Rühs und Oberbürgermeister Paul Krüger (beide CDU). Mit rechtlichen Mitteln könne der Aufmarsch nicht verhindert werden.
Die Erfahrungen zeigten, dass Demonstrationen rechtsgerichteter Bewegungen zielgerichtet vor allem dort erfolgten, wo die Initiatoren eskalierende Gegenbewegungen erwarteten. Dies sei in der Vergangenheit in Neubrandenburg häufig der Fall gewesen, heißt es mit Bezug auf gewalttätige Auseinandersetzungen am Rand rechter Demonstrationen in den letzten Jahren. Die geplanten friedlichen Protestveranstaltungen sollten deshalb den rechten Demonstranten das Publikum nehmen und damit die Stadt für künftige Demonstrationen uninteressant machen.
epd
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