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Kirche und Schulen unterstützen Aktionsbündnis
18.03.2005
Ahlbeck - Nachdem sich das Aktionsbündnis gegen Rechts in der vergangenen Woche erstmals im "Bürgertreff" traf, um ein breites Forum gegen den geplanten Aufmarsch Rechter Mitte April in Ahlbeck zu organisieren, trafen sich die demokratischen Kräfte der Gemeinde Dreikaiserbäder am Mittwochabend erneut. "Mit am Tisch saßen erfreulicherweise erstmals die Regionale Schule Ahlbeck und das Heringsdorfer Gymnasium", so Sprecherin Steffi Pohlmann. Ebenso mit im Boot sei auch die Ahlbecker Kirche, vertreten durch Pastor Gerd Panknin. Im Gotteshaus soll im Rahmen der geplanten Aktionen gegen Rechts ein Diskussionsforum stattfinden. Geplant sei eine Runde zum Thema "Rechts" mit deutschen und polnischen Gästen.
Wie die Sprecherin weiter informierte, ist darüber hinaus eine große Veranstaltung in Ahlbeck im Freien geplant. "Wir wollen dabei die Schulen einbinden und möglicherweise auch das Theater Anklam. Vielleicht können wir auch Musikgruppen gewinnen." Schon jetzt stehe fest, dass am 17. April um 10 Uhr die 3. Usedomer Skatermeisterschaft auf dem Ahlbecker Skaterplatz auf der Promenade ausgetragen wird. "Ich hoffe, dass wir damit wieder viele Jugendliche ansprechen", so Steffi Pohlmann.
In den bisherigen beiden Runden - dabei waren auch immer Bürgermeisterkandidaten - sei bislang noch nicht über die Finanzierung der Veranstaltungen gesprochen worden. "Wir müssen klären, inwieweit uns die Gemeinde unterstützen kann. Mit Sponsoren werden wir uns in den nächsten Tagen auch in Verbindung setzen."
In 14 Tagen wird sich die Arbeitsgruppe des Aktionsbündnisses erneut treffen. Denn es gilt, noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Wer bei den geplanten Aktionen mitmachen möchte oder auch weitere Ideen hat, sollte sich an die Bürgermeisterkandidaten oder die Parteien und Wählergemeinschaften in der Gemeinde Dreikaiserbäder wenden.
Die Genehmigung für den rechten Aufmarsch in Ahlbeck ist bislang noch nicht erteilt worden, hieß es gestern aus dem Kreis-Ordnungsamt. Am vergangenen Montag habe es vor Ort ein Treffen des Kreises mit der Polizei, dem Zoll, Straßenverkehrsamt und dem örtlichen Ordnungsamt gegeben. Man habe sich die geplante Wegstrecke angeschaut, die bislang aber noch nicht endgültig feststehe. Innerhalb des Kreises soll es in der Woche nach Ostern diesbezüglich noch einmal eine Beratung geben. In der ersten April-Woche soll der Antragsteller des Aufmarsches den Bescheid vom zuständigen Ordnungsamt bekommen.
Ostseezeitung-Usedom
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