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Kreistag Parchim unterstützt Crivitzer Gedenkwochen
09.03.2005
Weitere Spenden für Aktionen zum 60. Jahrestag des Todesmarsches
Crivitz - Die Abgeordneten des Parchimer Kreistages haben sich dafür ausgesprochen, die Crivitzer Aktivitäten zum Gedenken an den 60. Jahrestag des Kriegsendes zu unterstützen. Zudem freut sich Hauptorganisator Pastor Rainer Höpfner über weitere Spenden, die nach SVZ-Berichten über die Finanznot der Kirchgemeinde eingetroffen sind.
Die Mitglieder des Kreistages Parchim werden das Ende des zweiten Weltkrieges und den 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus in Crivitz würdigen. Nachdem das Präsidium des Parlamentes sich mit möglichen Vorhaben eigener Gedenkveranstaltungen auseinandergesetzt hatte, entstand die Idee, an Veranstaltungen teilzunehmen, die zwischen dem 24. April und 8. Mai in Crivitz stattfinden sollen. Die Fraktionen stimmten diesem Ansinnen in der vergangenen Woche zu.
Der erste Stellvertreter der Kreistagspräsidentin, Heinrich Pressentin aus Crivitz, erläuterte den aktuellen Planungsstand der Vorhaben in seiner Heimatstadt. Demnach sollen im genannten Zeitraum verschiedene musikalische Veranstaltungen, Kranzniederlegungen sowie ein Marsch von Crivitz nach Raben Steinfeld stattfinden. An der Synagoge der kleinen Stadt sei die Anbringung einer Gedenktafel vorgesehen, so Pressentin. Für die Kreistagsmitglieder wäre es - gegebenenfalls nach eigenen Gedenkaktionen der Fraktionen - möglich, am 3. Mai an der Eröffnung einer neuen Ausstellung im Crivitzer Bürgerhaus teilzunehmen. Im Anschluss gibt es eine feierliche Veranstaltung in der Stadtkirche zu Crivitz, bei der eine Ansprache der Kreistagspräsidentin denkbar wäre.
Zudem werde ein Zeitzeuge, der den Todesmarsch bis Crivitz miterlebt hat und im heutigen Tschechien lebt, einen Vortrag halten. Professor Fried sei in der Stadt kein Unbekannter: "Immer wieder ist er vor Ort, um die Erinnerung wach zu halten und vor allem jungen Menschen seine Erfahrungen mitzuteilen", so der Präsidiums-Vize. Die konkreten Planungen werden den Kreistagsmitglieder kurzfristig mitgeteilt.
Unterdessen spendete die Acredo-Bank 300 Euro, ein Privatmann unterstützt die Gedenkveranstaltungen mit 1000 Euro, teilte Pastor Rainer Höpfner gestern mit.
Barbara Arndt
Schweriner Volkszeitung-Schwerin
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