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Bündnis gegen rechten Aufmarsch angestrebt

01.03.2005

PDS will Kandidaten und Parteien ansprechen


Ostvorpommern (ure). Als erste politische Gruppierung hat gestern die Kreis-PDS auf die Ankündigung der rechtsextremen Szene reagiert, am 16. April in Ahlbeck einen Aufmarsch organisieren zu wollen. Wie berichtet, planen die Anmelder nach Informationen unserer Zeitung, die Befreiung von der Nazi-Diktatur zu diffamieren. In Ahlbeck hatten rechte Schläger im Jahr 2000 den Obdachlosen Norbert Plath zu Tode getrampelt.

Lars Bergemann vom PDS-Kreisvorstand kündigte nun an, dass man ein überparteiliches Bündnis gegen den Aufmarsch anstrebe, um ein Zeichen in der Region zu setzen. So sollen jetzt alle Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im fusionierten Kaiserbad angesprochen werden, um ein Forum mit ihnen zum Thema Umgang mit Rechtsextremismus zu organisieren, sagte Bergemann. Der Aufmarsch ist am Tag vor der Wahl am 17. April geplant. Moderiert werden soll das Forum von einer parteineutralen Person überlegte Bergemann. Man denke dabei an einen Pastor, möglicherweise Friedrich von Kymmel aus Morgenitz oder Gerd Panknin aus Ahlbeck, der bekanntlich längere Zeit den nach dem Obdachlosenmord gegründeten Präventionsrat der drei Kaiserbäder geleitet hatte.

Vor dem Forum wolle man einen Arbeitskreis mit allen demokratischen Parteien und Gruppierungen organisieren, um Details im Zusammenhang mit dem Aufmarsch zu planen, so der Linkssozialist. Am 16. April selbst will die PDS zu einem Arbeitseinsatz aufrufen, um die Ahlbecker Gedenkstätten für die Opfer des Krieges zu pflegen. "Am Nachmittag könnte es dann noch eine Veranstaltung in der Kirche geben, um an den 60. Jahrestag der Befreiung zu erinnern und für Norbert Plath Kerzen anzuzünden", so der Kommunalpolitiker.

Nordkurier-Usedom

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