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Jugendprojekt Golm startet am 8. März

28.01.2005

Neue Einrichtung bis in den Herbst ausgebucht - Leiter kommt aus Schleswig-Holstein


Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Müller

Insel Usedom. Die neue internationale Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kamminke findet als einzige Einrichtung ihrer Art im Bundesgebiet schon vor der Eröffnung viel Interesse. Wie Reinhard Wegener vom Landesverband gestern auf Nachfrage mitteilte, ist der Komplex nahe der Kriegsgräbergedenkstätte Golm für 2005 ab dem 8. März bis in den Herbst hinein bereits ausgebucht und erste Anmeldungen für 2006 seien ebenfalls schon vorhanden. Auf Hochtouren laufen zudem die Vorbereitungen für die offizielle Einweihung am 12. März, zu der zwischen 1000 und 1500 Personen aus ganz Deutschland erwartet werden.

Gedenken und Einweihung

Die Bauarbeiten sind laut Wegener so gut wie abgeschlossen, lediglich einige Restarbeiten am Speisesaal sowie im Außengelände seien noch zu erledigen, so dass mit den Fördermitteln verbundene Fertigstellungstermine eingehalten werden konnten. Bekanntlich hat der Volksbund auf dem Gelände zwischen der ehemaligen Kamminker Schule und der Kita mehrere Neubauten als Unterkünfte für die Jugendlichen errichtet, überdies wurde die alte Schule saniert und der frühere Kindergarten durch ein neues Gebäude ersetzt.

In diesen Tagen beziehe auch der künftige Leiter der Einrichtung mit Familie seine Wohnung in der sanierten Schule, berichtete Wegener. Der Volksbund habe sich unter den Bewerbern für den Historiker Dr. Nils Köhler entschieden, der aus Schleswig-Holstein komme. Aus Mecklenburg-Vorpommern selbst habe es für den Posten kaum Bewerbungen gegeben, doch hoffe man, dass als Stellvertreter jemand aus der polnischen Wojewodschaft Westpommern gewonnen werden könne, um dem deutsch-polnischen Konzept des Hauses gerecht zu werden. Die Ausschreibung für den Stellvertreter soll im Frühjahr erfolgen. Für den 12. März, dem 60. Jahrestag der Bombardierung Swinemündes, wird unter Regie der Interessengemeinschaft Golm zunächst eine Gedenkstunde auf dem Gelände der Kriegsgräberstätte vorbereitet, anschließend soll mit der Einweihung der Jugendeinrichtung der Blick in die Zukunft und auf die Versöhnungsarbeit gerichtet werden, so Wegener.

Nordkurier-Anklam

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