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Demo-Teilnehmer fühlten sich provoziert
18.01.2005
Stralsund - "Der Kanzler ist Anwalt und sein Klient. Wir sind Ankläger und Richter". Mit diesen Worten auf einem Spruchband setzten sich gestern um 16.30 Uhr der Sassnitzer Karl-Heinz Schulze und die Stralsunderin Jutta Kirchner auf dem Neuen Markt an die Spitze eines kleinen Demonstrationszuges. "Lieber heute auf die Straße gehen, als morgen die Straße kehren", rief Schulze und forderte die Stralsunder auf, die Montagsdemo wieder zu beleben. Jeder könne als nächster von Hartz IV betroffen sein. Gerade mal 20 Leute schlossen sich an. Sie marschierten zum Alten Markt. Doch am Ende der Ossenreyer stockte der Zug. Mitglieder der NPD - mit Plakaten und Megafon - wollten sich einreihen. "Das ist eine Provokation. Die versperren uns den Weg. Ich bin entsetzt", wandte sich Jutta Kirchner gegen die Teilnehmer. Auf dem Alten Markt kam es zum Disput zwischen den Gruppen. "Wir haben eine antifaschistische Demo angemeldet. Mit der NPD will ich nichts zu tun haben", sagte Schulze und wollte die Zusammenkunft auflösen. Bis 17 Uhr wurde dann noch weiter diskutiert.
Ostseezeitung-Stralsund
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